Saint B - Mp3-Player
11. November 2006






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Was einst als Microtrend begann und nur milde belächelt wurde (Mp3-Player nämlich), bekam durch Apples iPod einen richtigen Höhenflug. Nicht weiter verwunderlich, dass auf diesen Trend nun auch noch ganz andere Nischen draufgekommen sind.
Denn schon lange war es so, dass vor allem die Musik die Massen in die Kirchen lockte um diese dort dann wieder frohlocken zu lassen und ihnen das Geld in dieser guten Stimmung aus der Tasche zu ziehen. Und so liegt es auf der Hand, dass es nun auch einen Mp3-Player in der Form des wohl verbreitestden Logos aller Zeiten gibt - und damit meinen wir nicht den Swoosh von Nike, deren Marketing-Team wahrscheinlich vor Neid erblasst, ob so genialer Ideen.

Ob dieser Player allerdings neben der Bibel (gelesen und gesungen von Toni Polster) und alle den Chorälen auch das im Display angezeigte Lied von Madonna spielt, konnten wir leider nicht testen. Warum der Ursprung dieser Idee in Russland liegt leider auch nicht. Aber Herr Ratzinger wird wohl in Kürze schon nebst neuester Schuh- und Hutmode als Trendsetter der 21. Jahrhunderts mit diesem Player um den Hals erscheinen. Möglicherweise in einer eigens für den Vatikan angefertigten Sonderedition in Kardinalsrot und mit 10 Gebotbytes.
Erstellt von Roman am 11/11/2006 um 00:20
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Itsy Bitsy
07. November 2006







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Gleichberechtigung einmal anders. Nachdem überall in Wien die neuen Palmers-Plakate affichiert wurden (oberes Bild), an denen sich vor allem der Hetero-Mann ergötzen durfte, kam Dani Linzer, Moderatorin der Morgenshow im Radio KroneHit, auf die Idee, ob es nicht an der Zeit wäre hier für etwas Ausgewogenheit zu sorgen.
Was als kleine Idee begann entsponn sich dann als Wettbewerb, wo die Hörer des Radiosenders dazu aufgefordert wurden, ihre Allerwertesten mit bestrumpften Beinen in Szene zu setzen. Die Hörer/innen durften dann abstimmen und aus den heißesten 'Bottoms' wurde dann das Palmers-Plakat nachgestellt. Das Ergebnis ist hier zu sehen. Alles in allem müssen sich die gewählten Hörer ihrer Rückseite kaum schämen - und das noch dazu, wo sicher nicht Stunden in Bildretusche investiert wurden. Jedenfalls eine witzig spritzige Idee. Nur schade, dass dieses Bild die Plakatwände wohl kaum zieren wird. Als Desktophintergrund sind jedoch beide Bilder von den jeweiligen Homepages runterzuladen. http://www.kronehit.at und http://www.palmers.at
Erstellt von Roman am 07/11/2006 um 22:00
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Winter im MQ
05. November 2006






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Bereits die etwas andere Einrichtung hinter den Mauern des MQ. Während sich draußen alle möglichen und unmöglichen Gestalten um die caritativen Punschhütten gesellen (also natürlich nicht vor dem Stephansdom - dagegen hat ja die Frau Stenzel etwas) und sich in feierliche Stimmung saufen, kann man im MQ die etwas andere, ziemlich urbane Vorweihnachtszeit genießen.
Bei chilligen Beats, mit schmeckenden Punschen, Eisstockschießen und Autorennbahnfahren. Dabei bieten die Mauern der alten K&K Reitschule auch noch ein wenig Schutz vor allzu starken Windböen. Aber es gibt in Wirklichkeit keinen richtigen Grund, den MQ Winter den anderen Punschhütten vorzuziehen - außer man mag dort eben hin.

Eröffnung: Do 16.11.2006

16. Nov. bis 23. Dez. 06, MQ Haupthof
Mo-Fr 16-22h, Sa, So & Feiertag 14-22h
Erstellt von Roman am 05/11/2006 um 21:00

Luxury, please (R)

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Dekadenz (v. frz.: décadence; < lat.: de- ab, cadere fallen) beschreibt einen kulturellen Niedergang mit typischen Entartungserscheinungen in Lebensgewohnheiten und -ansprüchen ("Verlust der guten Sitten"). Der Begriff setzt aufgrund seiner Semantik, die besagt, dass ein besserer Zustand sich in einen schlechteren verkehrt hat, voraus, dass es objektiv "bessere" oder "wünschenswertere" gesellschaftlich-kulturelle Zustände gebe.
Der Begriff gehörte ursprünglich einer biologistischen Weltsicht an, die die Existenz von Menschen, Institutionen und Staatsgebilden als einem natürlichen Werde- und Untergangsprozess unterworfen betrachtet. Die ursprünglich zum Aufstieg der Familie, des Staates, der Institution führenden Eigenschaften entarten zwangsläufig einmal ins Feine, Sensible, kurz: 'Degenerierte'. Nicht zuletzt deshalb betrachtete Friedrich Nietzsche die bis ins feinste verästelten Melodieverläufe der Musik von Richard Wagner als Beweis für dessen dekadentes Wesen.

Luxury, please(R) ist eine Messe in der Wiener Hofburg, die sich genau dieser Entartung widmet und jede Menge Lebenshilfen anbietet, wie man den Aufstieg in ein dekadentes Leben so rasch wie möglich bewerkstelligt. Sozusagen den einfachen Einstieg ohne langes recherchieren der Neu-Dekadenten. Da, wo guter Geschmack vorselektiert und in großen Dosen angeboten wird. Warum auch nicht!

Luxury, please(R)
Mehr als 90 Aussteller aus den Bereichen Mode, Kunst, Schmuck, Uhren, Immobilien, Yachten, Fluggeräte, Autos und Kulinarik setzen ihr Luxusangebot auf 4.000 m2 in Szene. Klingende Brands, von A wie Aston Martin über B wie Bösendorfer bis V wie Versace werden sich in der Wiener Hofburg aneinander reihen.

17. - 19.11.2006, 11-21 Uhr , Hofburg, Eintrittskarten 25 Euro

Witzig: ermäßigt kostet eine Karte nur 20 Euro! Für wen auch immer? Eigentlich müsste es ja eher die Platinum-Eintrittskarte um 120 Euro geben, mit der man dafür dann gratis Champagner aus der Dose bekommt. Mit der Platinum-Rosé-Eintrittskarte um 290€ gibt es Rosé Champagner aus Lobmeyr-Champagnerschalen. Das wäre dann wahrer Luxus und man könnte schon mal testen, wie luxustauglich man eigentlich ist!


Erstellt von Roman am 05/11/2006 um 12:00





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Verfickt und zugenäht!
04. November 2006








Da ja nicht jeder immer durch die ganze Website von s44 surft und daher auch nicht jeden neuen Kommentar zu einem Thema findet, möchte ich hier heute einen ganz besonderen Beitrag zu einem Artikel aus s44 Blogged hervorheben.
Der Beitrag hier über die Crème brulée von der Gänsestopfleber hat sichtlich jemanden so sehr gereizt, dass er sich es sich nicht verkneifen konnte hier am 1.11. 2006 seinen Kommentar dazu abzugeben.

Schon 2 weitere kritische Besucher haben sich hier negativ dazu geäußert - und es ist mir natürlich auch klar, dass so ein Thema polarisiert. Was ich persönlich sehr schade finde, ist der Ton des Postings. Aber jeder halt in seiner Art und Weise. Man kann immer für oder gegen etwas sein - und gegen Tierquälerei zu sein ist natürlich OK. Ganz nebenbei gibt es aber Gänsestopfleber ganz ohne dem kritisierten Stopfen - Gänse neigen nämlich dazu, bis zur Leberverfettung zu 'fressen' - wenn sie es nur können. Deswegen gibt es auch tierschutzfreundliche(re) Gänsefettleber ganz ohne dem Stopfen. Es bleibt also dahingestellt, ob das Schwein aus dem eine Parisersemmel (= Brötchen mit Fleischwurst - für unsere deutschen Leser) wurde, ein besseres Leben als eine Gans im 'Schlaraffenland' hatte. Und der Unterschied im Geschmack zwischen den natürlich gemästeten Gänselebern und den gestopften ist nicht auszumachen. Teurer sind sie halt, wie fast alles sozial verträgliche.

Über das Essen von Fleisch oder nicht diskutiere ich hier an dieser Stelle aber nicht. Wer ansonsten zu dem Thema seinen Senf dazugeben möchte, ist herzlich eingeladen. Wer gerne streitet kann sich auch gerne zu diesem Thread einmischen.


Wikipedia hat zum Stopfen (od. Nudeln) als Hintergrundinformation übrigens folgendes zu sagen:
Foie gras (frz. für ‚fette Leber‘), auch Stopfleber, ist eine kulinarische Spezialität, die aus der Leber von Gänsen oder Enten gewonnen wird.

Die Fettlebern entstehen durch eine bestimmte Mastform, dem Nudeln bzw. Stopfen, bei dem den Tieren mittels eines Rohres täglich mehrere Kilo Futterbrei in den Magen gepumpt wird. Dadurch wiegen die Lebern bei der Schlachtung bis zu zwei Kilogramm.

Bereits um 2500 v. Chr. wurde die Fettleber von Vögeln in Ägypten als Delikatesse geschätzt. Um diese Zeit begann auch die Praxis, Gänse zu überfüttern (zu stopfen) und dadurch Stopflebern herzustellen. Plinius der Ältere schrieb darüber, und durch das römische Reich verbreitete sich die Technik nach Frankreich, das heute als das ’Heimatland‘ der foie gras gilt. 80% der Weltproduktion (2003: 16.370 Tonnen), davon 96% Entenleber (der Rest von Gänsen), und 98% der Verarbeitung finden in Frankreich statt. Der Industriezweig hat ca. 30.000 Beschäftigte, von denen 90% im Périgord und im Elsass arbeiten. Hauptabnehmer außerhalb Frankreichs ist Spanien mit jährlich 801 Tonnen, an fünfter Stelle steht Deutschland mit 121 Tonnen (2004). Weitere Produktionsländer sind Ungarn, Bulgarien und Kanada.

Die Mast durch Nudeln wird heute in Deutschland und in Österreich als Tierquälerei angesehen, da sie zu geplatzten Mägen führen kann, auch andere Organe schädigt, dem Tier Schmerzen zufügt und es insgesamt stark belastet. Das Nudeln ist deshalb unter anderen in diesen Ländern durch das Tierschutzgesetz verboten.

2005 wurde die Stopfleber von der französischen Nationalversammlung in einem Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz zum ’nationalen und gastronomischen Kulturerbe‘ erklärt und ist dadurch von französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen. Aus der Stopfleber wird auch die berühmte Pâté de Foie gras (Gänseleberpastete) hergestellt.
Erstellt von Roman am 04/11/2006 um 22:45
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