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Der schönste Wahlkampf um Prozente

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Das Highlight im Wahlkampf

Veröffentlicht am 12. October 2017 von Roman
Dieser Wahlkampf geht wohl in die Geschichte der Tiefpunkte unserer politischen Situation in diesem Land ein. Ein Spiegelbild der über viele Jahre kultivierten politischen Unkultur, wie sich die Kräfte auf den Rücken der Österreicher & Österreicherinnen einen Ringkampf nach dem anderen liefern und dabei ganz vergessen, dass man auch eine positive Arbeit erledigen könnte und damit auch Vorbild ist. Wie im Kindergarten, wird in fast 50 TV-Konfrontationen auf den diversen Sendern eine Wahlkampfolympiade abgefeiert. Und den Medien ist das ganz recht. Neue Inhalte gibt es kaum - und da freut man sich scheinbar fast kindlich über jeden Schmutzkübel, auf den man dann stundenlang in den TV-Sendungen und Blättern herumreiten kann. Eine solch eine Überzeichnung ist wirklich kaum auszuhalten. Und die Sensationslust wird befriedigt und geschürt.

Ein kleiner Lichtblick der Freude ist dabei den Werbern für die XXXLutz Kampagne gelungen. Auch, wenn es von unserer Konkurrenz gemacht wurde, muss man doch neidlos dazu gratulieren. Im Stil von Spitting Image performen die Spitzenkandidaten einen sympathischen Prozentesong, in denen ihnen wörtlich "Schwarz vor Augen" oder "Rot vor Neid" wird, wenn ein Möbelhaus höhere Prozente bei den Rabatten erreichen kann, als die jeweiligen Parteien. Da freut man sich schon fast auf die Werbepause, wenn die Politiker (und die unendlichen Kommentatoren) endlich mal kurz Sendepause haben. Und das geht scheinbar nicht nur uns so, sondern sehr vielen in diesem Land.

Bei der Werbeagentur (Demner, Merlicek & Bergmann) hat man jetzt auch gleich noch die Gunst der Stunde genutzt und eine sogenannte PreRoll (die geschalteten Werbungen vor YouTube zum Beispiel) produziert und die Charaktere scheinbar auch noch zu einem erweiterten Prozentesong herumhüpfen lassen. Schnell reagiert - und das kommt sicher gut an.
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Dass nenn' ich mal eine wirklich schöne Serie von Insekten und Nutztieren im Grünen. Raku Inoue aus Kanada hat sie in Szene gesetzt. Unter dem Leitspruch „Trying something new“ hat der Designer mit Blüten und Blättern gearbeitet und diese so angeordnet, dass realistisch aussehende Insektennachbildungen unter dem Namen „Natura Insects“ entstanden sind. Noch mehr kreative Bilder findet man auf seiner Instagram Seite.

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Foodporn mit 25 Bildern in der Sekunde

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Jeder kennt sie: die vielen Bilder auf Webseiten, Facebook oder Instagram mit Abbildungen von Burgern, Schnitzeln und Muffins. Essen ist und bleibt einfach ein begehrtes Fotomotiv. Wahrscheinlich, weil es einfach emotionalisiert und zweitens nich wegläuft. Viel schwieriger ist es, zum Beispiel Situationen und Momente einzufangen. So ein Kipferl bleibt einfach geduldig liegen und lässt sich wunderbar einfangen. Weil aber mittlerweile jedes Smartphone wirklich sehr gute Bilder macht, nimmt die Flut an diesen Motiven auch stark zu. Relativ neu ist aber der Trend zum Bewegtbild. Freilich ist es um ein vielfaches schwieriger ein ansehnliches, informatives und dennoch kompaktes Video von einem Rezept, einer Zubereitung oder einen Genussmoment zu erstellen.

Wie es wirklich gut geht, zeigt zum Beispiel der Food Artist & Commercial Director David Ma. Seit vielen Jahren arbeitet er schon in der Food-Branche, dreht Werbespots und setzt Pasta, Popsicles, Kürbiskuchen oder Schokoladentrüffel in Bewegung. Mit einem seiner jüngsten Projekte wollte er sich mal in einem ganz eigenen Projekt austoben. So entstanden seine #Foodfilms, in denen er Rezepte im Stil großer Hollywood-Regisseure in Szene setzt. Drei Tage hat er sich genommen, um einige seiner Lieblingsrezepte so augenzwinkernd wie actionreich zu inszenieren und sie mit jeder Menge Hollywood zu versehen.

Rezepte im Stil von Quentin Tarantino, Wes Anderson, Alfonso Cuarón (Gravity) oder Michael Bays (Armageddon, Transformers). Sehr gelungen. Viel Spaß beim Zusehen.


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Bagelmanufaktur am Albertinaplatz

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Der Herr der Ringe – Joseph Brot eröffnet eine neue Niederlassung

Veröffentlicht am 29. September 2017 von Roman
Fuck Oida, ist des gut. Wenn Josef Weghaupt ein neues Geschäft eröffnet und darin über seine Philosophie und Produkte redet, dann geht es mit seinen Emotionen ganz schön rund. Da steckt sehr viel Leidenschaft in seinen Produkten und Konzepten, das spürt und schmeckt man letztendlich auch. Einerseits will er seinen natürlichsten und einfachsten Produkten ein schönes Ambiente bieten, andererseits kommt da auch nichts rein, was im Brot, Gebäck oder anderen kleinen Take-away Artikeln etwas verloren hätte. Und Frisch bedeutet bei ihm und seiner Crew aber auch noch frisch. Nicht aufgetaut und aufgewärmt - frisch halt einfach. Was einfach klingt, braucht in der Realität dann aber einiges an Gespür und Konzept. Denn wenn man möglichst frisches Takeaway und Gebäck abbieten will, dann braucht es für möglichst kurze Wege auch eine Zubereitungsküche. Und genau so eine befindet sich unter dem neuen Geschäft. Hier Handwerk Küchenchef Thomas Wohlfarter und breitet mit seinem Küchenteam neben dem Zutaten für den Bagel auch alles frisch für die Salate zum Mitnehmen zu. Alles wird vor Ort täglich frisch von den Profis gebacken, gekocht und zubereitet. So gibt’s in der Joseph Bagelmanufaktur ab sofort Bagels belegt mit hausgebeiztem Lachs, cremigem Hummus, handgerührtem Cream Cheese, warmem Wiener Beinschinken vom Thum und warmem Dry Aged Bio Roastbeef vom Höllerschmid aus dem Kamptal.

Wir haben den Blick hinter die Kulissen heute sehr genossen und auch noch ein paar frische Bagel probieren dürfen. Die Bagel werden hier im Geschäft direkt vor den Augen der Kunden zubereitet. Denn Transparenz ist Josef Weghaupt besonders wichtig. Nicht soll verschleiert werden. Bei seinem nächsten Konzept möchte er am liebsten sogar die Kühlung aus Glas machen. Nur so kann der Kunde sehen, dass man hier nichts zu verbergen hat. Denn "veroarschen" können die anderen ihre Kunden. Er möchte das aber auf keinen Fall tun und lebt dies mit seinem engagierten und jungen Team Tag für Tag. Dafür kosten die Produkte (leider) auch mehr. Die Gewinnspannen sind aber oft sogar geringer als zum Beispiel bei günstigeren Produkten im Handel. Er weist hier auf eine aktuelle Kampagne zum "frischen" Kaisersemmerl eines Lebensmittel-Diskonters für 15 Cent pro Stück (im Moment sogar im Angebot für 9 Cent) hin, der damit wahrscheinlich pro Semmel noch 50% Gewinnspanne hat. Was da dann in der Semmel drin sein kann, möchte man sich gar nicht wirklich vorstellen. Für einen (unbelegten) Bagel um 2,40 Euro würde man im Moment beim Diskonter gerade 26 Stück Kaisersemmeln erhalten. Verrückt, oder?

Hier geht es zur Bagelmanufaktur ...
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Bekannt für seine geschmacklich vollendete Bio Brot- und Gebäckproduktion hat sich Joseph Brot als neues Ziel gesetzt, den Bagel im Herzen Wiens zu etablieren – und das an höchst prominenter Adresse: am Albertinaplatz (Ecke Führichgasse/Tegetthoffstraße).
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In dem Ecklokal befand sich früher ein Souvenirgeschäft. Die Steinfassade ist noch von damals - das Stockwerk wurde aber entfernt uns so ein hoher und Lichtdurchfluteter Raum geschaffen. Die vielen Geigen an der Fassade gibt es scheinbar noch im Fundus nach der Übernahme von vor 6 Monate. Wer also Bedarf nach so einer Souverniergeige hat, kann sich gerne bei Josef Weghaupt melden.
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Der Bagelteig wird täglich hergestellt, mit einer eigens entwickelten Zwei-Daumen-Technik geformt und vor dem Backen auch noch gekocht, wie sich das für einen anständigen Bagel gehört. Danach wird er auf einem leinenbespannten Holzbrett das erste Mal gebacken, gestürzt und anschließend auf einer Steinplatte ein zweites Mal gebacken.
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Wien statt New York - den besten Bagel gibt es ab sofort im ersten Bezirk Auch wenn uns Hollywood gerne eine andere Geschichte erzählt, der Geburtsort des Bagels befindet sich nicht im Keller eines New Yorker Deli’s. Die wahre Geschichte des runden Gebäcks fand ihren Ursprung zumindest der Sage nach in Wien während der Türkenbelagerung. Doch anders als das Kipferl gaben die Bäcker der Habsburger das Gebäck mit dieser unnachahmlichen Konsistenz damals aus der Hand und so findet man heutzutage Bagels vor allem in Nordamerika.
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Besonders wichtig war es Josef Weghaupt und seinem Team, nicht einen New York- oder Montreal-Style Bagel nachzuahmen, sondern eine ganz neue, eigene Art des Bagels zu vollbringen: den Joseph Bagel.
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TO’AK - for pure Schokolove

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In ancient times, chocolate was considered sacred and noble. Then in the industrial era it was commodified and mass-produced. To’ak is working to restore chocolate to its former grandeur and push its boundaries to new horizons.

Veröffentlicht am 15. September 2017 von Roman

Heute waren wir bei Johannes Lingenhel im Lokal und haben eine luxuriöse Köstlichkeit verkostet. TO'AK heißt die Schokolade, die in jeder Hinsicht versucht, nur das beste, edelste und moralisch einwandfreie in jedes Gramm zu packen. Von denen gibt es dann genau 50 und eine Holzpinzette in einer edlen Verpackung, wofür man dann aber auch einen Preis zwischen 275 und 365 Euro hier im Lingenhel verlangt. Ist es die Sache wert? Nun, dass muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist es schön, wenn man auch pure Qualität und Leidenschaft angeboten bekommt. Die kleinen Mengen, die Liebe zum Detail und die Hingabe, mit der man die besten Zutaten und Prozesse auf der ganzen Welt erkundet, lassen eben keinen günstigeren Preis zu.

Einer der Gründe von TO’AK ist Carl. Carl ist Österreicher und lebt schon länger in Ecuador. Er und sein Mitgründer Jerry Toth wollten einen Schokolade produzieren, die ähnlich wie Wein den Jahrgängen unterworfen ist und man das Terroir in ihr spüren und wahrnehmen kann. Denn manche Jahrgänge sind feuchter, wärmer oder kühler als andere. Und die Kakaobohnen nicht immer gleich. In der Großproduktion achtet man im Moment allerdings eher darauf, immer denselben Geschmack zu erzielen und die Schwankungen auszugleichen. Bei TO'AK geht man allerdings einen anderen Weg. Und dies spiegelt auch der Name TO'AK wieder was in etwa so etwas wir Baum und Erde bedeutet. Man verwendet bei den Schokoladen einen „Ursorte“ Kakao, die laut aktuellen Funden auch ihren Ursprung in Ecuador hat. Diese Sorte, die durch Naturplagen (ähnlich der Reblaus beim Wein) und der Industrialisierung vom Aussterben bedroht ist, kommt in die Schokoladen von TO'AK.

Die geringen Mengen der TO'AK Schokoladen gibt es weltweit nur in ganz wenigen Geschäften zu kaufen. Zum Beispiel bei Harrods in London. Aber eben auch in Wien bei Johannes Lingenhel in der Landstrasser Hauptstraße.

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Bei der Verkostung wurde uns erklärt, dass es schon zu kleinen geschmacklichen Veränderungen kommen kann, wenn man die Schokolade mit bloßen Fingern angreift. Deswegen liegt der Verpackung auch eine kleine hölzerne Pinzette bei, mit der man die einzelnen Stücke dann auf die Zunge legt, ein-, zweimal durchbeißt und dann schön langsam zwischen Zunge und Gaumen schmelzen lässt. So entfalten sich alle Aromen am besten.
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Verkostet haben die Gäste und Journalisten insgesamt 6 verschiedene Sorten bzw. Jahrgänge. Mit ebenfalls unterschiedlichen Kakaoanteilen. 2 davon wurden in Whiskey- bzw- Cognacfässern gereift und haben daher die zarten Aromastoffe dieser Spirituosen angenommen. Diese haben mit persönlich am besten geschmeckt. Aber auch die anderen waren eine Wucht.
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Bei der Verkostung haben wir auch ein paar Freunde getroffen und eine Menge Spaß gehabt. Auch Toni von BYAH war mit dabei und hat auf ihrer Webseite einen schönen Bericht mit noch mehr Hintergründen verfasst.
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Nach der Verkostung der Schokoladen gab es dann auch noch etwas Sprudelndes. Während der Verkostung bekamen wir reines Wasser, um den Geschmack der schmelzenden Schokoladen nicht zu beeinträchtigen.
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Außerdem wurden aus der Küche noch ein paar Häppchen serviert und man konnte sich mit den anderen Gästen über die soeben gemachten Erfahrungen unterhalten und noch den Abend ausklingen lassen. Wir haben uns bei den Köstlichkeiten aus der Küche allerdings zurückgehalten, da uns unser anschließender Besuch im Wiener Wohnsalon zum Essen bevorstand. Also 2 sehr schöne kulinarische Erlebnisse mit lieben Freunden an nur einem Abend.
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