





Tante Fanny Pasta Teig: Endlich! Fertige Teige gibt es ja viele und helfen oft in der Küche so manche Speisen einfach schneller zuzubereiten. Allen voran der Blätterteig, den heute ja wirklich nur mehr sehr wenige selbst machen. Aber auch Mürbteig oder Strudelteige kann man bereits fertig kaufen. Nicht alle sind auch für alles geeignet und machmal kommt man nicht ums selber machen herum - aber für viele Gerichte passt so eine Fertigteig wunderbar und man kann sich mehr auf die Zutaten konzentrieren. Jetzt gibt es von Tante Fanny auch einen Pastateig, den wir gleich mal ausprobieren mussten. Einen selbst machen und mit der Nudelmaschine (noch so ein ein Trum in der Küche) hantieren ist uns zu aufwändig - also kaufen wir unsere Ravioli meist schon fertig. Mit dem Tante Fanny Teig hat es aber auch gut geschmeckt.
Die Zubereitung ist allerdings nicht ganz so einfach. Der Teig ist recht dünn und kann so auch gut für viele andere Pasta- und Teiggerichte verwendet werden (wie beispielsweise auch Lasagne) - das Problem ist hier nur, dass er einmal ausgerollt recht schnell austrocknet. Wir haben ihn daher immer nur teilweise aus dem Papier gewickelt, den Teig gleich mit Eiklar bestrichen und dann immer ein Reihe Raviolifülle drauf gegeben. Zusammenklappen, festdrücken und die einzelnen Stücke (jeweils 4 - 5 pro Reihe) ausschneiden. Dann die nächste Reihe.
Als Füllung haben wir was zünftiges probiert: gehackte Grammeln mit Kräutern und Ricotta. Nach dem kochen dann noch die Ravioli in reichlich brauner Butter schwenken. Darin haben wir zuerst ein paar dünne Scheiben Birnen gebraten und die dann gemeinsam mit Parmesan, Salz und Pfeffer auf die Ravioli gelegt. Sehr fein - und die Konsistenz sowie der Geschmack vom Nudelteig war sehr gut.




Ombre gibt es hier an fast jeder Ecke. Damit ist ein kleines Glas Wein gemeint. Witzig ist vor allem die Bedeutung von Obre - was soviel wie Schatten bedeutet. Das kommt daher, dass man früher an den Märkten Wein oder Prosecco direkt aus dem Fass verkostete - und weil verkosten wohl oft zur Gewohnheit wurde und zum Verweilen einlud, kam das gesellige Momentum noch dazu. Diese Märkte fanden oft auf Plätzen statt. Und wenn im Sommer die Sonne herunter brannte, dann wurde so ein Wein schnell zum Glühwein. Deswegen standen sie Winzer mit ihren Fässern meist im Schatten des Kirchturms. Da dieser ja wanderte, wanderten die Fässer und deren Belegschaft auch immer mit - eben dem Schatten und damit der Kühle folgend. So kommt es, dass man den Wein jeweils immer halbwegs kühl im Schatten genoss - und so bürgerte sich dieser Name für ein kleines kühles Gläschen Wein ein.
Der Ombre blieb - aber man kann ihn auch gut in der Sonne genießen. Dafür hatten wir aber auch einen Kirchturm vis-a-vis. Und die App SOLight, die einem den Sonnenverlauf anzeigt (und ab wann es schattig wird) - leider nicht ganz präzise, wie man auf dem Screenshot gut erkennen kann. Aber wir haben das einfach durch praktische Erfahrung herausgefunden und einfach ein paar Gläschen mehr getrunkten. Ab 17:45 wurde unser Ombre dann auch wirklich ein original Ombre.







Alles immer und überall online teilen. Durch die technologische Entwicklung wird so ein menschliches Grundbedürfnis - sich mitzuteilen und ständig zu messen bzw. Feedbacks zu bekommen - mittels diverser Online-Technologien (Facebook, Instagram & Co) sowie der Verbreitung von Smartphones immer einfacher zu befriedigen. Ich seh' ich seh' was du nicht siehst. Oder: ich erleb' ich erleb' was du nicht erlebst. In diesem Fall aber eher: Ich ess' ich ess' was du nicht isst! Inhalt muss einfach her - und Essen ist dabei ein sehr beliebter. Manchmal auch unter dem Titel 'Foodporn' zusammengefasst, hinter der die Leidenschaft steckt, schön inszenierte Gerichte mittels Fotografie für die Nachwelt aufzuheben. Als quasi Bildertagebuch vom wachsenden Speckgürtel.
Essen bietet sich förmlich an. Immerhin kommen wir täglich damit in Kontakt. Und wir verbinden meist gute Erlebnisse (und nur im schlimmsten Fall die reine Sättigung) damit. Es läuft außerdem nicht weg, wartet dampfend geduldig vor der Linse und je nach Lokal, wird es auch von entsprechenden Foodsylisten (aka begnadeten Chefköchen) in Szene gesetzt. Leider sind nur noch Blumen zu fotografieren (was ja auf Facebook, Instagram und Co auch gerne immer wieder anzutreffen ist) - schon etwas schwieriger sind Katzen und Hunde - weil sich die dummen Biester auch immer wieder bewegen müssen.
Wo auch immer eine Kamera gezückt wird, ist eine weitere meiste nicht weit entfernt. Und so kann man schnell vom Motivjäger zum Gejagten werden. Wir hier auf diesem witzigen Blog zusammengetragen ist.








Kosten ist immer spannend und verlockend - egal ob Süßigkeiten, Speisen, Weine oder Schoko. Irgendwie ist man ja immer auf der Suche nach dem noch besseren Geschmackserlebnis. Bei Spirituosen und Destillaten kann dies aber auch ganz schön aufwändig sein. Während Weinverkostungen ja eher erlebt werden, ist dies bei den hochprozentigen Genussmitteln nicht ganz so üblich. Diese Idee steckt im Grunde auch hinter dem Online Dienst "Flaviar" - was ein Kunstwort zwischen Flavour (Geschmack) und Kaviar (steht für hochwertigen Genuss) ist. So gesehen lässt sich das Wort auch als "Fläviär" oder "Flaviar" aussprechen.
Spannender ist aber das Angebot dahinter: Mit Flaviar schließt man eine Art Abonnement ab bei dem man monatlich mit kleinen 5er Packs unterschiedlicher Destillate 'überrascht' wird. Meist nach einem gewissen Thema. So reicht das Angebot von "5 FLAVOURS OF SCOTCH" über "HEMINGWAY'S WAYS" bis hin zu "SCHNAPS OF THE ALPS". Im mittlerweile 12 Ländern kann man das Angebot bestellen und an dieser neuen Tasting-Experience mitmachen. Der deutschsprachige Raum ist mit angepasster Webseite mit Anfang März nun hinzu gekommen.
Einmal eingeloggt kann man sich umsehen und die Welt von Flaviar entdecken. Es gibt unterschiedliche Angebote - vom 2-monatigen Kennenlernen, dem Halbjahresabo aber auch ein Dauerabo ist für jeweils rund 30€/Monat bestellbar. (Auch bequeme Geschenkabos für 1, 3 und 6 Monate gibt es.) Erst mal mit dabei kann man sich nun jedes Monat auf eine Flaviar-Box freuen. In dieser sind jeweils 5 (nach Themen zusammengestellte) Destillate enthalten. Zusätzlich genaue Anleitungen und Tipps für das richtige Verkosten wie auch Hintergrundinfos zu den einzelnen Bränden. Alles wirklich gut aufbereitet und mit sehr viel Information. Kleine und liebevolle Details helfen dabei den Überblick zu behalten. So hat etwa jede einzelne 'Kapsel' (Fiole) neben den Basisinfos über den Inhalt auch eine unterschiedliche Etikettenform. Mit passenden Gläsern kann man dann auch jeweils wieder erkennen, was wo in welchem Glas gewesen ist. Im übrigen ist man bei Flaviar ohnehin der Meinung, dass man solche Tasting-Packs am besten in kleinen Gruppen verkostet. Hier darf diskutiert und philosophiert werden. Auf der Webseite von Flaviar lassen sich solche Tastings mit Freunden auch gut organisieren und festhalten.
Kostet man sich auf diese Weise über mehrere Monate durch ein paar Packs (jede Fiole ist für 3 Personen von der Menge konzipiert) darf man auch mit Überraschungen rechen. Vielleicht erwartet einem auch ein kleines Zertifikat als Tasting-Afficionado. Ein überaus interessantes Konzept. Auf diese Art und Weise kann man die unterschiedlichsten Brände und lokalen Geschmäcker zu überschaubaren Kosten kennenlernen. Während ein 5er-Pack ganzer Flaschen (mit dem Risiko, dass einem welche dann nicht so gut schmecken und man diese nicht wirklich austrinkt und anschließend in der Bar 'vergammeln' lässt) wohl um die 200 - 300 Euro kosten würde - kann man die auch zusammengestellt und mit reichlich Info verpackt um nur 30€ kennenlernen. Wem ein Destillat besonders gut schmeckt, kann davon auch noch oft spezielle Angebote auf Flaviar.com erwerben.
Bilder von unserem Tasting mit Vorstellung des Konzeptes findet ihr hier ...
Seit 450 Jahren produziert das Familienunternehmen RIESS KELOmat hochwertiges Kochgeschirr und Emaille-Formen im niederösterreichischen Ybbsitz an der Eisenstraße. Julian Riess, Friedrich Riess und Susanne Rieß führen in neunter Generation das traditionsreiche Unternehmen erfolgreich. Erfolgreich auch deswegen, weil hier nicht nur Tradition und 'Ham'ma immer schon so g'macht'-Mentalität vorherrscht, sondern auch ein gesunder Geist für Innovation vorherrscht. Und Innovation bedeutet hier nicht, dass man sich neue Geschäftsfelder sucht, sondern auf den eigenen Wurzeln aufbaut und mit Mut und Ehrgeiz vieles davon neu interpretiert. Nach dem Kitchenmanagement Aufbewahrungssystem (demnächst eine kleine Vorstellung davon hier auf Simply4friends) kommt jetzt neu eine Serie von Back- und Kochgeschirr, die in Kooperation mit der Köchin und Ernährungsafficionada Sarah Wiener entstanden ist - und diese wurde nun vorgestellt.
Sarah Wiener hat sich auf die Suche begeben um ein gutes und feines Geschirr zu entwickeln und dabei viele Produzenten kontaktiert und sie auf Herz und Nieren geprüft. Fündig ist sie bei der RIESS Manufaktur aus Österreich geworden, weil hier nicht nur die Eigenschaften von Emaille-Geschirr in Sarahs Vorstellungen gepasst haben, sondern auch sonst viele Werte wie Tradition, Authentizität und Nachhaltigkeit. Beim ersten Kontakt wurde seitens RIESS noch bei der Kontaktaufnahme zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem typisch österreichischen Sager: "Na schau' ma mal" reagiert. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, kann dann noch tolle Dinge gemeinsam zustande bringen. Und genau dies ist mit der Serie der 19 Back- und Kochformen gelungen.
Doch nicht nur Emaille entpuppt sich laut Sarah Wiener als wunderbares und teils in Vergessenheit geratenes Material für Kochgeschirr. So ist alles aus Bodenschätzen gewonnen und zu 100" recyclebar. Auf einer Stahlform (basierend auf den vielen Grundformen in den Lagern von RIESS) wird eine Glasur aus Glas aufgebracht und dann schon einmal "vorgebacken", um eine hohe Festigkeit zu erlangen. Einmal fertig kann man damit mit jedem Herd und Ofen (von Gas bis Induktion) zu Werke gehen. Die Kombination aus Stahl und Glas bietet dabei eine enorme Wärmeleitung, was wiederum zu reduzierten Energiekosten führt. Oder Anfangs (wenn man es noch nicht gewohnt ist) auch zum einem oder anderen angebrannten Kuchen. "Temperatur reduzieren und damit die Umwelt schonen", rät Sarah Wiener. Nach einigen Übungskuchen sollte es klappen und man hat ein schönes und edles Werkzeug, womit das Backen und Zubereiten von Speisen wieder so richtig Spaß macht.
Damit dieses Werkzeug seinen Weg auch aus der Küche auf den Tisch schafft, hat man versucht den Tools auch ein tolles Design auf den Weg mitzugeben. Und das ist wirklich gelungen (auch, wenn es ein paar Anläufe benötigte, wie die Designerinnen von dottings, Katrin Radanitsch und Sofia Podreka erwähnen). Aber alle Umwege haben sich offensichtlich ausgezahlt. Reduziert, klar und dennoch mit viel Sinn für die Tradition von Emaille. So sind die klassischen Farben von früher wieder zu finden. Helles Gelb, zartes Rosa, Weiß, Braun-Rot und Lila-Töne. Allerdings mit einem Clou: sie werden 2x 'getaucht' und so entstehen individuelle und einmalige 2-farbige Emaille-Formen. Bisher einzigartig bei Emaille-Geschirr. Und genau diese Idee hat RIESS anfänglich vor große Probleme gestell. Typisch: einfache Idee - schwierige Umsetzung. Mit einem Unternehmen, welches sich dem Neuen verwehrt wird das nichts. Aber RIESS hat nach vielen Tests eine Möglichkeit gefunden, die Idee Wirklichkeit werden zu lassen.
Das Ergebnis und alle Details könnt ihr hier sehen. Insgesamt 19 Teile umfasst die Kollektion bisher und ist im gut sortierten Fachhandel in Österreich erhältlich (Cuisinarium, Slama, ... - aber auch im MAK-Shop, wo Produkte mit schönem österreichischem Design immer eine Heimat finden). 4 Schüsseln (die finden wir besonders toll, weil es super Alternativen zu den Teilen aus Plastik, Porzellan oder Edelstahl sind. Gut zu Verstauen und von der Rührschüssel bis zur Salatschüssel extrem vielseitig einsetzbar) von 30cm bis 14cm im Durchmesser (43,90 € für die Größte, 25,90 € für eine Kleine), 2 Kännchen/Messtöpfe, 4 Muffinformen, Back- und Bratformen, Gugelhupf (der Klassiker schlechthin), Rehrückenform sowie alles für den (Obst)Kuchen.
Mehr Bilder und Eindrücke von der Präsentation gibt es hier zu sehen! Wir hatten auf jeden Fall Spaß bei der Präsentation und einige sehr nette Gespräche über Kochen, der Lust und Laune im Umgang mit 'echten' Lebensmitteln, Ursprünglichkeit und Design. Vieles davon vereint diese Kollektion. Was wir uns noch wünschen würden? Insbesondere die Schüssel würden durch Ergänzung von Deckel (zum luftdichten Verschließen aus Kunststoff oder auch in der traditionellen Variante mit Bügelverschluss) noch mehr Sinn ergeben und wirklich vielseitige Begleiter im Küchenalltag (oder zum Transport für Salate, Cremen oder ähnlichem zum Picknick) werden.
