20. May 2014
Gepostet von: Roman
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Wieder ist ein Jahr vorbei und es hat ein neues Foodcamp (bei dem sich Foodblogger aus Österreich treffen und in diversen Sessions voneinander bzw. von Partnern des Foodcamps lernen und sich austauschen) stattgefunden. Wieder liebevoll und spannend inszeniert und organisiert von unserer Dani und Nina (von The Coolinary Society), die in den letzten Jahren sehr viel für die Community hier in Wien und Österreich gemacht und organisiert haben. Mittlerweile fühlt sich das Foodcamp auch wie eine Art Klassentreffen an und viele Blogger kennen sich gegenseitig. Und so herrscht immer eine freundliche und fröhliche Stimmung - auch, wenn das Wetter diesmal draußen alles andere als freundlich war.

Aber im Palais wurde geplaudert und vorgetragen – verwurstet und geschmeckt – frittiert und getofut – geknipst und verkostet – baristert und filetiert – .... Dazu standen viele praktische und theoretische Sessions auf dem Plan und in unterschiedlichen Räumen von der Kellerküche bis zur Dachlounge zur Verfügung. Für einige (praktische) Sessions musste man sich im Vorhinein anmelden - andere konnte man einfach nach Lust und Laune aufsuchen.

Vielen Dank wieder an die Organisatoren und die Sponsoren, die diesen Event wieder ermöglicht haben und auch ein tolles Goodiebag (inklusive einer neuartigen Fritteuse von Philips namens Airfryer, die statt mit Öl mit Heißluft arbeitet) mit jeder Menge Schmankerln ermöglicht haben. Es war wieder ein Fest - und wir freuen uns auf das nächste Foodcamp 2015!

Hier findet ihr unseren Bericht vom 2. Foodcamp in Wien (2013) - und hier vom allerersten Foodcamo (2012)

Alle anderen Berichte findet ihr gesammelt auf der Foodcamp Webseite ...

Hier aber auch noch ein kleiner Linkblock mit Berichten auf anderen Blogs:
Fabian von A Boy From Stone Age
Ulrike von Cookies & Style
Barbara von Chefbabe hat eine Menge Bilder auf ihrem Blog
Sonja von Ginger In The Basement
Sassi die Zwergenprinzessin hat hier gebloggt
Und Wolfgang schreibt hier am WarmeKücheBlog über seine Erfahrung
Oder wie hier auf Tortenschlaraffenland ...

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09. March 2014
Gepostet von: Roman
2014 punschtorte 1
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Die angeschnittenen Krapfenreste waren nach einer Nacht am Teller schon leicht angetrocknet - das macht aber gar nichts.


Der Punschkrapfen oder die Punschtorte ist ein kleiner süßer 'Abfalleimer in Rosa' für Torten- und Kuchenreste. Auch nach unserer Krapfenverkostung sind viele Krapfen übrig geblieben. Haben wir doch von 11 Kandidaten je 6 Stück gekauft. Das wären etwas mehr als 4 Krapfen pro Tester gewesen - eindeutig zuviel. Man will ja testen und sich nicht den Magen nachhaltig verderben.

Die übrig gebliebenen Krapfenviertel wurden am kommenden Tag dann in kleine Stücke geschnitten (siehe große Schüssel) und mit einer Orangensaft-Rummischung im Verhältnis 6:1 versetzt. So, dass man nach einer gewissen Ziehzeit dann eine schöne festere Masse rühren konnte. Hier kommt dann noch nach Geschmack Kakaopulver oder geschmolzene Schokolade hinzu. Wir wollten es etwas fruchtiger und haben in die Masse auch noch einen guten Schluck Johannisbeersirup gegeben.

Aus einem Biskuit-Teig werden 3 Tortenringe herausgestochen und diese dann jeweils in einer Form mit einer halbflüssigen Marmelade (bei uns feine Traubenmarmelade wieder mit Johannisbeersirup gemischt) bestrichen. Nach der ersten Biskuitplatte kommt dann die erste Hälfte der Punsch-Masse - dann wieder eine Biskuit-Teigscheibe mit etwas Marmelade bestrichen. Dann nochmals Punsch-Masse und zum Abschluss die dritte Teigplatte. Die so entstandene Torte kann man mit einer Punschglasur überziehen. Edler ist erst ein Überzug aus Schokoganache und dann die Torte mit einem rosa gefärbten Rollfondant eindecken.

Da die Torte nicht backen muss – alle Zutaten sind ja schon fertig – geht die Torte eigentlich sehr schnell. Man kann auch kleinere Törtchen machen (kleine Portionierungsringe verwenden). Und sie ist eine wunderbare Art ältere Backreste wieder zu verwenden. Sehr gehaltvoll natürlich - insbesondere, wenn in der Punschmasse nicht mehr gebrauchte Faschingskrapfen stecken grin - also besser in kleinen Stücken genießen.

Dies ist kein vollwertiges Rezept - sondern soll und kann nur einen Anregung sein. Punschkrapfen sind etwas sehr individuelles. Mit mehr Rum oder weniger, Biskuit oben und unten, Fondant oder Glasur, und und und ... - vor allem muss man individuell bei der Punschmasse agieren, da ja die verwendeten Tortenreste immer wieder anders sein können. Tortenreste mit Schokoanteil verhalten sich anders als helle Kuchen und Torten. Je nach Geschmack kann und sollte man die Masse sogar süßen, wenn die verwendeten Tortenreste nicht so süß waren - aber Achtung - es kommt ja auf jeden Fall noch ein zuckersüßer dicker Überzug darauf.

2014 punschtorte 2

Alles in ca. 1cm kleine Würfel schneiden (oder in die Schüssel bröseln).

2014 punschtorte 3

Kakao oder flüssige dunkle Schokolade je nach Geschmack unter diese Masse rühren. Es sollte eine feste aber trotzdem cremige Masse entstehen.

2014 punschtorte 4

Bei der Marmelade sollte man eine fein passierte verwenden. Wir mischten Traubengelee mit Johannisbeersirup.

2014 punschtorte 5
2014 punschtorte 6
2014 punschtorte 7

Erst eine Bidkuitteigplatte - diese dünn mit der Marmelade bestreichen und die Punsch-Masse darauf gut verteilen.

2014 punschtorte 8

Teig - Masse - Teig - Masse - Teig. So sah unsere Torte vor dem Überziehen aus.

2014 punschtorte 9

Wenn man Rollfondant verwendet, dann sollte man diesen (der Tradition halber) schön in Rosa färben.

2014 punschtorte 10

Unsere Kalorienbombe 2.0 - komprimiert aber sehr was feines. Fruchtig, rummig, süß.

 
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03. March 2014
Gepostet von: Roman
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Www-krapfen-challenge
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Auf der Suche nach dem besten Krapfen in Wien. 10 Kandidaten waren im Test - und einer ist davon ganz durchgefallen. Und das war bei weitem nicht der günstigste ...


Wir haben es wieder getan. Nichts ist vor uns sicher - und weil wir nunmal gerne unseren Senf überall dazu geben, muss man sich auch entsprechend umschauen, wenn es darum geht, eine gewisse Bandbreite möglichst opjektiv zu erhalten. Und was liegt näher, als im Fasching die allerorts angebotenen Faschingskrapfen zu testen. Und weil wir hier nicht nur unsere eigene Meinung gelten lassen, haben wir den Test gemeinsam mit Freunden gemacht. 14 Freunde haben hier in einer Blindverkostung sich der schwierigen Aufgabe gestellt, den besten Krapfen zu küren. Was gar nicht so einfach ist.

Die Bandbreite ist ein schöner Wiener Querschnitt. Von ganz billig (Hofer - no na) für nur 50 Cent pro Stück bis hin zum Luxuskrapfen um ganze Euro 2,40 (!!!!). Auf unserer Einkaufstour sind wir aber auch in ein paar Traditionshäusern abgeblitzt. Trotz Faschingshochsaison sind hier keine Krapfen zu bekommen. Unter anderem im Café Sacher, dem Café Diglas und dem Café Landtmann. Vielleicht weiß man hier, dass man sich mit Krapfen schnell die Finger verbrennen kann. Frisch sollten sie sein - und vor allem das Öl von bester Qualität. Und die Marmelade erst. Nicht zu dunkel gebacken und gerade die richtige Menge frischer und nicht verklebter Staubzucker oben drauf.

Den vermeintlichen Kaiser unter den Krapfen (von Groissböck) konnten wir leider nicht in die Testreihe mit auf nehmen. Leider liegen deren Filialen zu abseits für den Freitags Nachmittagsverkehr. Aber immerhin kamen sonst viele Kandidaten von wirklich namhaften Spezialisten auf den Testtisch. Krapfen von Demel waren mit dabei - aber auch von Gerstner, Heiner, Schwarzem Kameel, Kurkonditorei Oberlaa, Aida, ... - und vieles davon auch gut von Touristen besucht. Was insbesondere in einem Fall besonders spannend ist - deswegen erwähne ich das jetzt eigens.

Großartig das Ergebnis. Bewertet wurde mit Punkten in den Kategorien Geschmack, Optik und Marmeladenqualität. Und auch hier gibt es riesige Unterschiede. 2 Kandidaten waren leider nicht einwandfrei von der Ölqualität - einer davon sogar absolut ungenießbar. Aber seht selbst. Hier das Ergebnis von unserer Krapfenchallenge 2014:

Www-krapfen-reihung

Hier die Rangreihung nach dem Stückpreis. Bei Aida, Mann, Heiner und Felber gab es die aber im Setpreis von 5 oder 6 Stück jeweils günstiger. Aber der Preis ist ein schlechtes Kriterium für eine Reihung nach dem besten Krapfen. Insbesondere hier wird man überrascht - denn die teuersten Krapfen landen nicht unbedingt im Spitzenfeld.

2014 krapfentest 10

Die Überraschung (und Enttäuschung) der Testreihe gleich zu Beginn. Der Krapfen vom Traditionshaus fiel bei und komplett durch und wir empfanden ihn unisono als ungenießbar. Ranziger Ölgeschmack der einem sogar in die Nase stieg. Und das geht gar nicht. Wir fragen uns, wie das sein kann. Auch optisch war der Krapfen kein Bringer. In der Krapfenhochsaison so etwas den Leuten unterzujubeln ist der pure Wahnsinn. 0 Punkte von allen Testern spricht eine deutliche Sprache. Schade, wenn Touristen so etwas kredenzt bekommen und dafür auch noch 2,20 € bezahlen sollen. Dafür ist die Verpackung nett - die man aber nicht essen kann.

2014 krapfentest 09

Vielerorts hört man, dass die Aida Krapfen zu den Lieblingen gehören. Und Aida versucht sich ja auch bei der Etablierung der Krapfen abseits der Faschingssaison. Mit Champagnerkrapfen, Mohnkrapfen und Co. Auch wenn man sagen muss, dass (außer dem Demel Krapfen) alle Kandidaten ganz gut genießbar waren, ein Highlight war der Aidakrapfen aber nicht. Da waren sich alle Tester bei uns einig. Auch die Optik und die Marmelade konnten nicht überzeugen. Auch für uns selbst eine Überraschung - denn hin und wieder verspeisen wir schon einen Aidakrapfen und sind gar nicht so unzufrieden damit. Aber der Vergleich macht einen halt sicher. Nur Platz 9 für die Aida in diesem Test.

2014 krapfentest 08

Der günstigste Krapfen im Test (und der einzige Supermarktkrapfen) hatte es natürlich schwer bei der namhaften Konkurrenz. Obgleich besser als der Demelkrapfen und im Preis unschlagbar, bei uns hat er sich nicht an unseren Geschmacksknospen zu einem besseren Platz schwindeln können. Schwer nachzuvollziehen, warum Hofer immer so gerne bei den Testreihen in den Siegesrängen ist. Wir hatten da noch nie so ein Erlebnis - obwohl immer komplett neutral (Blindverkostung!) und ohne Vorurteile mitgenommen. Spannend ist, dass der Krapfen aber sehr wohl Punkte für die Optik als auch die Marmelade bekam - aber keinen einzigen Punkt im Geschmacksurteil einheimsen durfte.

2014 krapfentest 07

Der größte Testkandidat mit fast 10cm im Durchmesser. Hier werden die Krapfen nicht in einen Karton verpackt sondern noch klassisch auf Kartontasse und in Papier. Sieht dennoch nett aus - aber zu Hause machen sich schnell die unschönen Fettflecken bemerkbar. Das konnten die Tester allerdings nicht sehen - da ja nur die Krapfen vor ihnen landeten - ganz ohne Branding. Und obgleich recht teuer reichte es trotzdem nicht für einen besseren Platz. Aber wir reden hier schon von einem guten Mittelfeld. Immerhin konnte der Krapfen von Gerstner sehr wohl beim einen oder anderen Tester punkten - Höchstpunktezahl gab es aber nur einmal und das für die Marmelade. Insgesamt nur Platz 7

2014 krapfentest 06

Hier rätselten die Tester - steht S gar für S-Budget? Was niemand ahnte, dass dies der teuerste Krapfen im ganzen Test war. 2 Euro 40 (!!) - ein stolzer Preis. Erfahren haben wir in der Konditorei Sluka, dass die Marmelade von Staud kommt - und da verwundert es auch nicht, dass hier einige Punkte in dieser Kategorie vergeben wurden. Dafür fanden die Tester einhellig die Optik keinen einzigen Punkt wert. Noch ein paar Punkte für den Geschmack - nichts Außerordentliches - und daher nur der 6. Platz. (Bei unserer Punschkrapfenverkostung kam Sluka aber immerhin an die Spitzenposition.)

2014 krapfentest 05

Der optische niedlichste Krapfen - in sehr netter Verpackung (die wieder nur wir zu Gesicht bekamen) - mit 1,95 und bei nur 67mm im Durchmesser vielleicht auch bei den ganz Teuren dabei. Und auch hier haben viele Tester einen unguten ranzigen Geschmack verspürt. Dennoch gab es sogar zweimal die Höchstwertung - und damit (obgleich ihn einige gar nicht mochten und auf die Kategorie des Demel Desasters einstuften) immerhin noch den 5. Platz. Glück gehabt. (Heute haben wir übrigens vom Schwarzen Kameel 6 neue frische Krapfen als Wiedergutmachung bekommen - und die hatten zum Glück nicht dieses ranzige Ölaroma. Schade aber dennoch, dass es passierte.)

2014 krapfentest 04

Platz 4 geht an die Krapfen von Heiner. Ab nun tut sich auch merklich etwas auf den Punktelisten. Durchwegs gute Bewertungen - wenn auch keine Spitzennoten. Dieser Krapfen hat also wenig Schwächen - aber auch keine Herausragenden Qualitäten. Vieles ist natürlich subjektiv - und kann von Test zu Test anders ausgehen. Allerdings sind 15 Leute immerhin schon ein ganz guter Querschnitt, wo gewisse Spitzen oder Geschmacks-Befindlichkeiten ganz gut korrigiert werden.

2014 krapfentest 03

Überraschend, dass hier der Felber an den Traditionshäusern vorbei gezogen ist. Und in/vor einigen Filialen werden die Krapfen auch laufend frisch gemacht. Und da Frische bei den Krapfen so wichtig ist, hat wohl auch der Felber einen guten Punkt damit gelandet. Top Bewertungen im Geschmack - aber auch bei der Optik und der Qualität der Marmelade. Ein Überraschungskandidat unter den Top 3.

2014 krapfentest 02

Die einzige Qualitätskonditorei die es in die Top-Ränge geschafft hat, ist die Kurkonditorei Oberlaa. Und auch beim Punschkrapfen-Test waren sie auf den besten Plätzen vertreten. Hier kann man scheinbar nichts falsch machen und es ist kein Wunder, dass dies ein Erfolgsrezept ist. Der Punktezettel wurde fast schon zu eng und in allen Kategorien gab es jede Menge Punkte - oft auch die Höchstnote. Und somit den 2. Platz.

2014 krapfentest 01

Der absolute Überraschungssieger war aber der Krapfen von Mann. Sieben Mal Höchstbewertung im Geschmack. Etwas weniger aber immer noch sehr gut in der Optik. Und wieder sehr hohe Noten für die Marmelade - und damit der eindeutige Sieger in unserem Test. Und mit der Aktion 5 zum Preis von 4 bekommt man morgen am Faschingsdienstag für nur knapp 90 Cent die besten Krapfen. Ein verdienter erster Platz. Herzlichen Glückwunsch von uns!

 

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02. March 2014
Gepostet von: Roman
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2014 03 01 cassoulet 0
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1 Pot - 4 Blogger. Daraus wurde die #OnePotChallenge. Und wir haben diesen Topf auch gleich so richtig ausgereizt! Wenn euch gefällt, was wir geschmurgelt haben, dann schreibt doch bitte unten ein Kommentar oder gebt uns ein Like auf unserer Simply4Friends Facebook Seite!


Man kann, aber man muss nicht. Wie vieles im Leben. Aber wenn man was Besonderes machen möchte und dafür nur einen (feuerfesten) Topf hat, dann bieten sich viele Schmurgelgerichte an. Alles in einen Topf schmeißen und für gewöhnlich mit viel Flüssigkeit für mehrere Stunden vor sich hin köcheln lassen. Klingt einfach - und ist es meist auch, vorausgesetzt, man kennt und hat die richtigen Zutaten und Mengenangaben. Aber nun zum Kern der Sache und was es mit der #OnePotChallenge auf sich hat ...

Vergangene Woche erreichte mich eine Botschaft vom DesignerOutlet in Parndorf (anlässlich der Home Sweet Home Wochen), ob ich nicht gemeinsam mit 3 anderen Foodbloggern an der #OnePotChallenge mitmachen möchte. Dazu würde mir ein Le Creuset Topf zugeschickt, in dem ich dann 1 Rezept zubereite und veröffentliche. Das Rezept, welches die meisten LIKES und SHARES bekommt, gewinnt die Challenge. Nun ist das so eine Sache mit solchen Challenges. Einerseits reizen sie mich und motivieren mich auch wieder, etwas Neues auszuprobieren - andererseits ist es meist (und im Moment gerade besonders) schwierig, so einen Challenge mit dem zur Verfügung stehendem Frei-Zeitbudget unterzubringen - denn es gibt ja auch einen Deadline, bis zu der das Rezept online sein muss.

Jetzt hätte ich es mir natürlich leicht machen können. Immerhin ist Pudding oder Milchreis auch ein OnePot-Gericht. Bisschen rühren, Foto, Zutaten halten sich im überschaubaren Bereich und fertig! Aber ganz so einfach wollte ich es dann doch nicht geben. Also habe ich ein wenig gegrübelt und mir überlegt, was ausgefallen und vielleicht dennoch machbar ist. Und so bin ich auf das Cassoulet gekommen - im Nachhinein betrachtet eine falsche Einschätzung - aber ich dachte, dass vieles davon über Nacht alleine im Ofen vor sich hin köchelt. Was großteils auch stimmt. Aber mit mehreren Töpfen würde es dann doch leichter gehen - da man ein paar Dinge gleichzeitig zubereiten könnte. Aber genau das ist ja bei einer #OnePotChallenge nicht angesagt.

Wer dieses Rezept nachkochen will (und dazu auch nur einen Topf verwendet oder eben nur zur Verfügung hat), der sollte sich auf mehrere Tage Kochzeremoniell einstellen. Freilich gibt es auch die eine oder andere Abkürzung. Das Entenconfit kann man zum Beispiel schon vorbereitet haben (wie es ja anno dazumal in vielen französischen Haushalten üblich war) - und für das Wassern der Bohnen können natürlich auch andere Gefäße verwendet werden.

Das braucht ihr (und schon alleine das Zusammentragen ist nicht einfach und braucht - in meinem Fall zumindest - einen Küchenhelfer):

Für das Entenconfit:
4 Entenkeulen, Salz, Pfeffer, 50gr frischer Ingwer, 2 TL Koriandersaat, 1TL Pimentkörner, 4-5 Kapseln Sternanis, 4 leicht angedrückte Kardamonkapseln, 500gr Gänseschmalz, 250gr Schweineschmalz

Für die Bohnen:
500gr weiße Bohnen (über nacht in Wasser eingeweicht und abgegossen), 300gr Schweinebauch (über Nacht in Wasser eingelegt), 1 Zwiebel mit Nelken gespickt, 2 geschälte Karotten, 2 Tomaten (geschält, entkernt und zerkleinert), 1 Bouquet garni (Suppengemüse zu einem Bündel mit einem Naturgarn gebunden), 2 gepresste Knoblauchzehen

Für das Fleisch:
1 Esslöffel Gänseschmalz, 300gr Lammschulter ohne Knochen, 1 große gehackte Zwiebel, 2 gehackte Knoblauchzehen, 2 Tomaten (geschält, entkernt und zerkleinert), Salz und frisch gemahlenen Pfeffer, 1 kleines Bouquet garni (siehe weiter oben), 1 dicke Bratwurst (vom Schwein), 1 Knoblauchwurst, Schweineschmalz zum Anbraten, 150gr getrocknete Brotkrumen (dicker als Semmelbrösel aber viel kleiner als Semmelwürfel)

Zuerst das Entenconfit zubereiten. Das dauert rund 5 Stunden! Dazu die Entenkeulen waschen, trocknen und auf beiden Seiten gut Salzen und Pfeffern. Im Topf das Gänseschmalz und das Schweineschmalz schmelzen und die Keulen dann vorsichtig in das flüssige Fett legen (sollten komplett untergetaucht sein). Den Ingwer in Scheiben schneiden und mit den Gewürzen mit ins Fett geben und schön verteilen. Das Backrohr auf 120°C stellen (Ober-Unterhitze) und darin zugedeckt für 5 Stunden köcheln lassen. Anschließend die Keulen aus dem Fett geben und gut abtropfen lassen. Das Fett bis auf wenig davon (damit kann man gleich später das Fleisch anbraten) aus dem Topfgeben und die Keulen mit der Haut nach oben hinein legen. Im Rohr unter dem Griller für 10-15 Minuten knusprig grillen (nicht verbrennen lassen!). Anschließend auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Bratwurst in dicke Scheiben schneiden und im Schweineschmalz (oder Gänseschmalz vom Confit) kurz anbraten. Dann auch noch die Knoblauchwurst in dicke Stücke schneiden und kurz im heißen Öl wenden. Anschließend ebenfalls kühl lagern bis die Bohnen und der Rest fertig sind.

Die Bohnen mit den Bohnenzutaten und 1,5 Liter Wasser in den Topf geben und darin für 60-90 Minuten weich kochen lassen. Im Anschluss die Flüssigkeit abgießen (aber NICHT WEGSCHÜTTEN!), das Gemüse entfernen (wer es gerne etwas gemüsiger hat, der kann die Karotte noch in kleine Stücke schneiden und im Anschluss mit dem Lammfleisch köcheln lassen) und die Bohnen aus dem Topf geben und zur Seite stellen. Den gekochten Bauch in große Stücke schneiden und zur wartenden Bratwurst geben.

Den Topf säubern (hier wäre man mit 2 Töpfen deutlich schneller unterwegs!) Das Lammfleisch vom Fett befreien und in (nicht zu kleine) Stücke zerteilen und langsam im heißen Fett anbraten. Die Zwiebel klein schneiden und gehackten Knoblauch zum Fleisch geben und leicht anrösten. Dann soviel Bohnenflüssigkeit zugießen, damit alles gerade bedeckt ist. Alle anderen Zutaten noch hinzu geben und zugedeckt für 1/12 Stunden vor sich hin köcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Fleisch von den Entenkeulen geben und in möglichst große Stücke zerteilen. Nach der Garzeit vom Fleisch den Topf vom Feuer nehmen und die Bohnen dazu rühren. Auch die in große Stücke geschnittenen Würste und den Schweinebauch hinzugeben. Von der Bohnenflüssigkeit nun soviel in den Topf gießen, dass der Inhalt nicht zu wässerig/flüssig wird - aber dennoch sollte alles schön saftig sein und genügend Flüssigkeit da sein, die dann im letzten Backvorgang von den Brotkrümel aufgesaugt werden kann. Jetzt ist der beste Moment mit Salz und frischem Pfeffer alles zu würzen. Da die Entenstücke sehr weich sind, sollten sie auch wirklich erst ganz am Ende (nach dem Abschmecken mit Salz und Pfeffer) unter die Bohnen gerührt werden. Dann alles dünn mit den Brösel bestreuen und ohne Deckel im Backrohr bei 180°C backen. Alle 15 Minuten wird mit einem Kochlöffel die Kruste 'gebrochen' und leicht unter die Masse gerührt. Dann wieder dünn mit den Krümel bestreuen und weiter backen. Diesen Vorgang 5-7mal wiederholen (je nach Anteil der Flüssigkeit, damit es am Ende nicht zu trocken wird!). Die letzte Schicht schön bräunen lassen (man kann nun auch noch ein paar Butterflocken darüber streuen) und dann im Topf mit etwas frischer gehackter Petersilie und frischem Brot direkt am Tisch servieren.

So einfach geht das! Perfekt natürlich in der kälteren Jahreszeit - aber einmal eine feine Alternative zu Gulasch und anderen Schmorgerichten. Und für Momente und Gäste, die einem dieser Aufwand wert sind! Auch mir hat es Spaß gemacht und gestern wurde alles in launiger Runde verspeist. Auch, wenn ich ehrlicherweise gesagt den Aufwand komplett unterschätzt habe. Aber so ist das nun mal mit diesen französischen Gerichten. Da denkt man sich nichts böses und wird dann von der Anzahl der Arbeitsschritte komplett überrascht. Aber wie so oft. Wenn man so ein Gericht öfters macht, dann ist vieles davon auch Routine und Zeit. Und wir haben für unser nächstes Cassoulet immerhin schon das Confit fertig - das spart schon mal rund 5 Stunden!

Wen es interessiert, was die anderen so gemacht haben: Hier findet ihr die Karottentarte von Alexandra, das Rote Hühnchen-Curry von Kevin und das Rotweinhuhn von DonGusto.

Was jetzt noch bleibt und die Challenge zur richtigen Challenge macht:
Alle unsere Leser müssen unser Rezept liken (zum Beispiel auf Facebook), teilen und kommentieren - die mit den meisten Interaktionen gewinnen das Rennen. Also ran an die Tasten!

2014 03 01 cassoulet 1

Ein Cassoulet ist quasi eine Art 5 Elemente-Bohneneintopf. Die da wären: Ente, Schweinebauch, Lammfleisch, Bratwurst und Knoblauchwurst.

2014 03 01 cassoulet 2

Die Bohnen (können auch die großen sein) über Nacht in Wasser einweichen.

2014 03 01 cassoulet 7

Warum auch immer - aber es gibt sicher einen Grund. Der Schweinebauch soll auch über Nacht in kaltem Wasser ein Bad nehmen.

2014 03 01 cassoulet 20

Bratwurst (die da ist wirklich geil und dick - einfach wunderbar) und Knoblauchwurst grob schneiden und kurz anbraten. Die Knoblauchwurst hätte ich ruhig etwas gröber schneiden dürfen - aber beim nächsten Mal halt.

2014 03 01 cassoulet 3

Die Entenkeulen gut waschen und trocknen.

2014 03 01 cassoulet 4

Mit frischem Pfeffer (wir verwenden dazu immer einen Mörser) und groben Salz gut würzen und in den Topf eng schlichten.

2014 03 01 cassoulet 5

Gänseschmalz kann man auch schon ausgelassen kaufen - wir hatten da aber kein Glück und nur dieses bekommen - also kam unser Topf nochmals zum Einsatz und wir haben bei geringer Temperatur das Schmalz ausgelassen. Das Flüssige benötigt man - den Rest kann man entsorgen.

2014 03 01 cassoulet 6

Ein guter Zeitpunkt die Wartezeit zu überbrücken. Ein Flascherl Knoll hat sie und verfeinert.

2014 03 01 cassoulet 8

Hier seht ihr die Gewürze, die mit dem Schmalz zu den Entenkeulen kommen. Auf ganz ähnliche Art und Weise kann man übrigens auch Gänsekeulen zubereiten und die werden wirklich köstlich.

2014 03 01 cassoulet 9
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2014 03 01 cassoulet 11

Aus #OnePot mach #TwoPot. Weil das Confit schon lange benötigt, haben wir einfach gleich 2 Töpfe gemacht. Der Inhalt vom 2. Topf wird klassisch aufbewahrt und kommt vielleicht beim nächsten Cassoulet zum Einsatz.

2014 03 01 cassoulet 13

Nach dem 5-stündigen Bad im Gewürzfett bei 120°C im Rohr kommen die Gänsekeule raus und werden nochmals 10-15 Minuten gegrillt bis die Haut schön knusprig ist.

2014 03 01 cassoulet 12

Die Weckgläser wurden im Rohr schön heiß gemacht (wegen der Keime) und dann darin die confierten und ausgelösten Hühnerkeulen eingelegt.

2014 03 01 cassoulet 14

So sieht das aus (das Fett wird dann wenn er erkaltet ist natürlich schön weiß).

2014 03 01 cassoulet 15

Nun zu den Bohnen. Alle Zutaten in den Topf, Bohnen dazu und mit Wasser aufgießen. Für 60-90 Minuten die Bohnen kochen bis sie weich sind.

2014 03 01 cassoulet 16a

Die Lammschulter in große Stücke zerteilen. Ich schneide immer fast das gesamte Fett weg - was beim Originalrezept natürlich nicht der Fall wäre. Aber weil Richard manchmal kein Lammfett verträgt. muss es halt diese Variante sein.

2014 03 01 cassoulet 18

Das Fleisch gut anbraten und bräunen, dann Knoblauch hinzu und den Zwiebel andünsten. Anschließend mit der Flüssigkeit der gekochten Bohnen aufgießen und 1 1/2 Stunden köcheln lassen.

2014 03 01 cassoulet 21

Das gesammelte Fleisch - 5 Elemente-Küche einmal anders.

2014 03 01 cassoulet 19

So - jetzt sind wir schon fast fertig - nur noch für ca. 1 1/2 Stunden ins Rohr. Viel wurde unser neuer Topf für diese #OnePotChallenge schon eingesetzt.

2014 03 01 cassoulet 22

Ohne den Deckel und mit den Brotkrümel bestreut wandert der Eintopf zum Abschluss ins Backrohr. Die Brotkruste wird alle 15 Minuten gebrochen und leicht untergerührt und oben aller wieder neu mit Brotkrümel bestreut. Der letzte Durchgang sollte dann auch schön bräunen!

2014 03 01 cassoulet 23

Und mit dem Fotografieren ist das bei so einem Cassoulet immer eine Sache. Geschmeckt hat es aber 1A. Soo viele Geschmackserlebnisse in nur einem Gericht.

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10. February 2014
Gepostet von: Roman
2014 innocent caritas
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Innocent Smoothies sind wieder mit ihrer Charity-Aktion in den Regalen. Dabei haben viele der kleinen Smoothie Fläschchen nette Häubchen aufgesetzt. Bei all diesen Flaschen geht pro verkaufter Flasche 20 Cent an die Caritas, die damit Menschen in der kalten Jahreszeit hilft. Wieder eine sehr nette Aktion, die wir sogleich unterstützt haben.

 
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