Faschingsdienstag ist Krapfentag

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Krapfenteaser
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Krapfenoverdose - aber wo gibt es die Besten?

Veröffentlicht am 17. February 2015 von Roman 2 Kommentar(e)

Kurz vor Beginn der Fastenzeit gibt es nochmals einen Süßen Höhepunkt: Die Faschingskrapfen. Die schmecken wunderbar aber leider ist der Genuss nicht mehr so unbeschwert wie als Kind, wo man sich noch wenig Gedanken um Kalorien oder die Figur gemacht hat. Aber heutzutage mit Lowcarb, Vegan, Lebensmittelunverträglichkeiten und der Illusion von der ewig jungendlichen Traumfigur wird es immer schwerer abzuschalten und die kleinen süßen Bomben (und da meine ich gleich mehrere Kandidaten davon) in sich hineinzuschieben. Denn im Moment des Verzehrs lösen die auf alle Fälle Glücksgefühle aus. Insbesondere, wenn sie schön frisch sind. Was wohl an keinem Tag so gewährleistet ist wie am Faschingsdienstag. Aber auch vor dem Faschingskrapfen bleibt die Zeit nicht stehen. Der klassische Krapfen schwimmt kurz auf beiden Seiten im heißen Fett bis diese schön Goldbraun (und keinesfalls zu dunkel) sind. Weil die Krapfen bei dieser Zeremonie ihr Volumen gewaltig vergrößern ergibt sich ...

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The world needs Nata

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Endlich auch in Wien

Veröffentlicht am 15. February 2015 von Roman

Wien ist ja eine Hochburg der Bäckereien und Konditoreien. Und gerade deswegen vielleicht auch so empfänglich für alles möglich neue Süße. So hat sich in den vergangenen Jahren einiges in Sachen Schokoladeangebot getan. Aber auch CakePops und Cupcakes wurden aus den USA importiert, für gut befunden und haben sich schnell einen festen Platz in den Herzen der Wiener gesichert. Zumindest scheinen die entsprechenden Anbieter keine Absatzprobleme zu haben.

Und nun schein ein neues Schmankerl aus der Weltgeschichte nach Wien zu kommen. Am Freitag Abend auf der Landstraßer Hauptstraße entdeckt - aber leider wegen einer anderen Party auf der anderen Straßenseite (und man kann/soll ja nicht auf 2 Kirtagen gleichzeitig tanzen) - und am Sonntag vor dem geschlossenen Lokal vorbeigeschlendert. Demnächst wird es aber aufgesucht um zu sehen, ob die Bilder auf der Facebookseite halten, was sie versprechen und wir uns erwarten.

Entdeckt haben wir diese kleinen Blätterteig/Pudding Törtchen (das schmeckt wirklich jeden) vor Jahren bei einem Urlaub in Lissabon. Die Pasteis de Belem sind eine dortige Institution. Und wir haben sie auch schon oft bei uns zuhause nachgebacken (hier geht es zum Rezept). Immer mit einem großartigen Erfolg. Denn diesen kleinen süßen Scheißerchens gefallen jedem Gaumen.

Entwickelt haben sich ja viele Desserts in Portugal aus dem Eidotter. Denn wegen der Glasur für die ganzen Azulechos (diese bunten und meist blauen Fließen an den Fassaden zur Kühlung der Häuser) wurde früher viel Eiweiß verwendet. Und weil hier jede Menge Dotter übrig blieben, wanderten diese oft in die Süßigkeitenproduktion. Also findet man hier schöne dottergelbe Desserts - was bis zur reinen Dottercreme (wie eine Vanillecreme nur fast ausschließlich aus Dotter!!) reicht. Zwar gehaltvoll - aber auch sündig gut!

Und genau das könnte man nun auch ohne Auslandsaufenthalt auf der Landstrasser Hauptstraße 65 im 3. Bezirk vorfinden. In einem kleinen Straßenlokal. Wir werden dort sicherlich demnächst einfallen und dann berichten. Logo, Design und Packaging versprechen allerdings schon einiges. Scheinbar basiert alles auf einem Franchisesystem. Denn im Internet findet man auch noch andere Standorte in anderen Ländern.

NATA Lisboa - Wien - Landstrasser Hauptstrasse 65 - 6B.
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi, Do, Fr: 08:00 - 20:00
Sa: 10:00 - 18:00
So: Geschlossen

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Keine steirische Eiche - eher ein Aeijst

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Aeijst (gesprochen Ej-st) ist ein steirischer Gin

Veröffentlicht am 13. February 2015 von Roman

Und nochmal ein Gin-Beitrag. Denn heute hat mir Erich in der Agentur einen neuen Gin unter die Nase gehalten. Fein säuberlich und liebevoll verpackt und leider noch ungeöffnet - was sich aber hoffentlich demnächst ändern wird. Also habe ich mich einmal auf Internetrecherche begeben und versucht ein paar Dinge über diesen Gin aus der Steiermark herauszubekommen.

Der Name erinnert zu allererst in seiner Form eher an einen finnischen oder nordischen Namen - ist aber nur die kreative Schreibweise von einem so richtig urig ausgesprochenem 'Ast' – "de Aeijst hoit" (bisserl was bellerisches muss man sich beim Lesen halt vorstellen). Der Mann hinter diesem Gin heißt Wolfgang Thomann und kommt aus dem südsteirischem Lebring vom Langaberg. Und genau ihn hat Erich bei einem Ausflug am Wochenende kennengelernt.

Auf der Webseite erfährt man nicht sehr viel. Getreu dem Motto: Viel besser als über Gin reden ist übrigens Gin trinken. Darüber hinaus aber schon noch, dass der Gin zu 100% aus biologischen Zutaten, handgefertigt und aus ehrlicher Überzeugung entstanden ist. Ausgeglichen im Geschmack. Puristisch, aber nicht einfach.

Natürlich hat es der Gin auch schon ins Torberg (Gin-Bar in der Strozzigasse mit 300 unterschiedlichen Gin Sorten aus der ganzen Welt) geschafft - aber hier haben wir ihn auch noch nicht verkostet. Im Internet haben wir dann aber noch dieses Dokument und folgenden Inhalt gefunden:

Wolfgang Thomann, Weinbauer und Schnapsbrenner, erweitert seine Produktlinie und vertreibt ab Oktober einen steirischen Gin unter dem Namen „Aeijst“. Zuerst soll der österreichische Markt bedient werden, dabei konzentriert er sich in der Anfangsphase auf einige Lokale und Partner. In weiterer Folge ist die Ausweitung des Vertriebs geplant. „Aeijst“ kommt aus dem steirischen Dialekt und meint die Äste von Pflanzen, da Gin seine charakteristische Note aus dem Ansetzen mit pflanzlichen Aromen bekommt. Diese sogenannten „Botanicals“ für Aeijst wurden zuerst einzeln verkostet und danach zusammengesetzt, das war die Basis für diesen unvergleichlichen Geschmack. Ein klares Indiz dafür, was Thomann wichtig ist: Purismus, Bodenständigkeit und 100% biologische Zutaten. Der fertige Gin wird in Flaschen zu 500 ml abgefüllt und hat 43,5 % vol. Er schmeckt hervorragend pur kann aber auch als Partner für Mixgetränke verwendet werden.

„Die Zeit und die Idee waren reif. Es hat sich plötzlich eine Dynamik entwickelt, der wir uns nicht mehr entziehen konnten.“ sagt Thomann auf die Frage, warum er nun seinen eigenen Gin macht. Im Hause Thomann arbeitet die ganze Familie an „Aeijst“ mit. Die Kinder von Wolfgang - Markus, Paul und Lisa, sowie ihr Freund Andreas - sind neben ihm die Köpfe des Unternehmens.

Mit dieser Leidenschaft und Liebe zum Detail wird sich die ganze Marke präsentieren. Aeijst ist bereits auf einigen Verkostungen und Veranstaltungen präsent gewesen und erfreut sich bei Kunden und Gin-Kennern gleichermaßen großer Beliebtheit. Aktuell wird deswegen auch der hauseigene Abfüllraum erweitert, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.


Gin-Liebhaber haben ihn bereits verkostet. Das Online-Resumee: “Aeijst ist ein perfekter Gin mit einer wunderschön ausgeprägten Wacholdernote, ätherischen Nadelholzaromen, sanfter Zitrusnoten und erinnert mich weiters ganz leicht an Birne” so Flo, der Barkeeper und Inhaber der albertgasse39. “Das Produkt überzeugt mich zu 100%, denn der Gin ist sowohl als Gimlet – Gin auf Eis mit Limettensaft und Leuterzucker – ein Traum als auch als Gin Tonic herrlich."

Auf der Internetseite gibt es Aeijst in 500ml Flaschen zu je 29 Euro - ein ganz guter Preise, wenn der Inhalt hält, was das Äußere und die geschriebenen Worte versprechen.
Die Steiermark ist vielleicht nicht traditionell für Gin bekannt, aber das fängt ja jetzt angeblich an.

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Veröffentlicht am 12. February 2015 von Roman

2010 wurde Ish von den Machern Ellie Baker (Betreiberin der Bristol Bar in Madrid) und Charles Maxwell (Betreiber von Thames Destillers Ltd. in London) gelauncht und wollte dabei als Produkt ein paar Regeln brechen und provozieren. So zumindest die Idee der einzelnen Buchstaben von i-s-h: irresistible scandalous hallmark

Charles Maxwell hat dabei bereits eine ganze Menge sehr verschiedener und überzeugender junger Marken in seiner Destillerie zum Vorschein gebracht: Oxley Gin, Geranium oder Fifty Pounds Gin. Maxwell gehört dabei zur Familie mit der größten Gin-Tradition in England. Vor acht Generationen gründeten seine Vorfahren die Finsbury Destillerie, seither wird seit 1700 ununterbrochen Gin in der Familie produziert.

Neben dem 'klassischen' ish gibt es auch einen ish-limed. Ein klassischer Gin mit einem Hauch Zitrusfrucht. Auch hier wird die Rezeptur des klassischen Gins verwendet und mit ein bereits vor der Abfüllung mit Limette versehen, um ein frischeres Aroma zu kreieren. Wir haben ihn im Torberg zum ersten Mal verkostet und eine sehr gute Erinnerung an ein erfrischendes Gin-Tonic behalten. Hier um 34,90 Euro online erhältlich.

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Punschkrapfentest - die Ergebnisse

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12 Kandidaten wurden unter die Geschmackslupe genommen

Veröffentlicht am 04. February 2015 von Roman 2 Kommentar(e)

Vor einiger Zeit haben wir ja mit Freunden einen ausführlichen Test über einen österreichischen Mehlspeißklassiker – den Punschkrapfen – gemacht. Und eigentlich dachte ich bereits, dass das Ergebnis auf unserer Seite bereits online war. Im Zuge der Umstellung von Simply4Friends auf das aktuelle Layout und er Einbindung der neuen und überarbeiteten Suchfunktion bin ich verwundert draufgekommen, dass es Ergebnis ja noch gar nicht veröffentlicht wurde. Zur Erinnerung: 16 süße und rosa (also zumindest fast rosa) Punschkrapfen jeder Preisklasse sollten uns einen Überblick über das Angebot geben. Schon lange im Vorfeld hatten wir oft einen regen Austausch mit unseren Freunden, was wohl der Beste sei und welche Kriterien er erfüllen musste. Auch, wenn wir es nicht so wissenschaftlich genau genommen haben wie zum Beispiel Katharina Seiser bei ihrer Verkostung – hier kamen 11 Kandidaten unter die strenge Lupe -– so haben wir glaube ich doch einen ganz guten Überblick ...

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Tataa! Der Sieger in unserem Test kommt von der Konditorei Sluka. Diese bereits 1891 gegründete Konditorei liegt im Herzen von Wien und dennoch abseits des Mainstreams und Tourismus. Gleich hinter dem Rathauspark zwischen dem Rathaus und dem Parlament etwas versteckt in den Arkaden eines Ringstraßenpalais (1010, Rathausplatz 8). Heute führt die Konditorei die Familie Beranek und bewahrt hier mit sehr viel Fingerspitzengefühl die süße Tradition. Von hier kommen gleich 2 Kandidaten - der große Punschkrapfen und ein sehr kleiner in Petit Fours Größe. Die äußere Form ist etwas unüblich und nicht würfelig sondern rund und eher hoch. Und man sieht dem Zuckerstück schon vom ersten Blick die Handarbeit an - die aber mit sehr viel Liebe oben mit einer kleinen Verzierung und einer kandierten Kirsche verziert wurde. Das Innere offenbart dann einen nicht zu schokoladigen aber dennoch schön gleichmäßigen braunen Masse, oben und unten mit einem dünnen Biskuitboden umrandet. Mit seinen 105 Gramm liegt er fast genau im Durchschnitt über die gesamte Testreihe (durchschnittlich hatte ein Krapfen 104 Gramm!). Beim Geschmacksurteil erreichte dieses Exemplar die absolute Top-Bewertung - aber auch beim inneren und äußeren Eindruck erreichte er den 2. und 3. Platz was ihn unangefochten an die Spitze katapultierte. Bei all unseren Ergebnissen haben wir das Preis-Leistungsverhältnis außen vor lassen. Denn wenn man sich so eine süße Leckerei gönnt, dann ist es aus kalorischer Sicht eh nicht so schlecht, wenn man sich das teuer erkauft hat. Mit 2,80 Euro (pro 100 Gramm) liegt er in diesem Testfeld etwas über dem Durchschnittspreis von 2,38 Euro. Natürlich ist dieser Durchschnittswert höher, weil ja sehr viele Kandidaten von Innenstadtkonditoreien stammen. Vielleicht auch noch interessant: Die Geschmacksnoten wurde in unserem Test am besten bewertet (Multiplikator 4x) - gefolgt von der äußeren Optik (Multiplikator 2x – ist ja auch wichtig für die Kaufentscheidung). Der inneren Optik kam am wenigsten Bedeutung zu (Multiplikator 1x) - weil jetzt ist es ja schon zu spät, wenn man den Punschkrapfen schon mal angebissen hat :-)
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Der Heiner Punschkrapfen schafft es auf den 2. Platz. Außen von einer schönen zartrosa Hülle umgeben, die auch schön weich war – wie man sie sich halt so vorstellt. Auch innen alles tiptop - nicht ganz so fein wie der Testsieger - aber ein unbestrittener 2. Platz, den er sich auch beim Geschmacksurteil gesichert hat. Mit 90 Gramm etwas leichtert - aber vielleicht die perfekte Größe für einen Punschkrapfen. Mehr muss es wirklich nicht sein.
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Wenn man sich einen Punschkrapfen so vor dem geistigen Auge vorstellt, dann sieht er wahrscheinlich aus, wie dieses Exemplar von der Kurkonditorei Oberlaa. Auf einem kleinen goldenen Pappteller ist er in perfekter, glänzender Form einfach da. Ganz ohne Schnörksel oder Kirsche. Und da waren sich alle Tester einig: Platz 1 für die Optik. Eine kleine Enttäuschung dann aber, wenn man ins Innere blickt. Hier hatten wir andere Erwartungen. Insbesondere Freunde von Schokoladigem werden hier enttäuscht sein. Was aber dem Geschmack keinen Abbruch tat. Schön saftig und rummig und immerhin die viertbeste Bewertung unter allen Punschkrapfen. So in Summe also noch ein Platz auf dem Stockerl. Mit etwas Kakao wäre vielleicht sogar noch ein besseres Ergebnis in unserer Verkostung möglich gewesen.
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Eher mittelmäßig beeindruckt hat uns der kleine Punschkrapfen vom Café Landtmann - keine Ahnung, ob es hier auch größere Exemplare gibt, aber verfügbar war nur mehr diese Petit Fours Größe. Ganze 60 Gramm brachte er auf die Waage. Dafür schaffte er aber im reinen Geschmacksurteil einen Stockerlplatz. Insgesamt also einen erstaunlichen 4. Platz. Wenn man den Preis pro 100 Gramm heranzieht, dann war er aber auch der zweitteuerste. Ganze 4,20 Euro kosten hier 100 Gramm - da darf er dann schon auch gut sein.
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Der Groissböck-Punschkrapfen ist groß, rosa, innen ebenmäßig und dunkel und auch recht günstig. 1,30 Euro pro 100 Gramm und ein tadelloser 5. Platz ist ein schönes Ergebnis. Nicht mehr und nicht weniger.
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Der Felber Krapfen ist wieder sehr gut davon gekommen. Schon bei unserem Faschingskrapfentest hat dieser Winterklassiker den 3. Platz erreicht. Und auch beim Punschkrapfentest schneidet diese Ausgabe gut ab. Im Inneren versucht man die ursprüngliche Machart nachzuempfinden (verarbeitete Kuchenreste). Die Farbe der äußeren Hülle sieht leider etwas künstlich und zu intensiv aus. Groß, aber gerade noch schaffbar, wenn man gerne Süßes isst. Und dadurch auch einer der günstigsten im gesamten Testfeld. Für einen Krapfengenuss zwischendurch kann man hier also nichts falsch machen.
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Die witzigste Kandidat war gleichzeitig auch der winzigste. Nur ganze 30 Gramm muss man hier 'stemmen'. Und er ist der (ganz) kleine Bruder vom Testsieger. Oben liebevoll verziert mit einer aufgemalten Kirsche. Innen prahlte der Kleine mit einem tadellosen Erscheinungsbild. Und weil alle vielleicht verwundert waren, wie man in dieser Größe auch innerlich eine Punschkrapfenoptik hinbekommt, wurde es hier auch auf den 1. Platz gehievt. Interessanterweise konnte er beim Geschmacksurteil allerdings nicht mithalten. Hier kommt es halt vielleicht doch auch auf die Menge und das Verhältnis zwischen Zuckerguss, Biskuit und Masse an. Wir wissen natürlich nicht ob es hier auch eine andere Rezeptur gab - auf jeden Fall war er geschmacklich doch recht weit abgeschlagen. Wer glaubt, dass kleiner Genuss auch kleiner Preis bedeutet liegt hier definitiv falsch. Ganze 7,70 Euro (!) würden hier 100 Gramm hochgerechnet kosten - dafür bekäme man dann aber immerhin auch gleich 3 dieser kleinen Scheißerchens.
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Groß und mächtig, schicksalsträchtig! Oder auch 'Death by Punschkrapfen'! Nach diesem Motto scheint man scheinbar in der Küche vom Diglas vorzugehen. Oder man hat soviele Reste, dass daraus dann diese riesigen Blöcke entstehen. 250 Gramm und damit fast 10x so schwer wie unser kleinste Kandidat. Innen noch dazu sehr kompakt. Viel mehr kann man dazu leider auch nicht sagen. Außer, dass wohl einige Touristen davon und dem aufgemalten 'D' Wien in besonderer Erinnerung halten werden.
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Den 9. Platz nimmt der Punschkrapfen von der Konditorei Hofstätter ein. Mit nur 1,1 Euro pro 100 Gramm der zweitgünstigste im Testumfeld (günstiger wird es nur noch im Supermarkt beim Hofer!). Da er aber auch sonst nicht sehr glanzvoll war sollte man vielleicht ein wenig an der Größe und der Zusammensetzung arbeiten. Dafür darf es dann auch ein bisserl teurer werden. Man kauft ja immerhin in einer Konditorei ein.
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Hätte man mich vor unserem Test nach dem besten Punschkrapfen gefragt, dann hätte ich immer uneingeschränkt die vom Schwarzen Kameel empfohlen. Warum? Weil mir hier einfach immer die Optik (klein, rund, zart rosa) und der Geschmack (sehr rummig - wenn auch wenig schokoladig) imponiert hat. Auch, dass der Krapfen sehr süß war, hat mich angesichts der kleinen Größe nicht besonders gestört. Aber man ist in einem Test mit seiner Meinung eben nicht alleine. Und was einer mag muss jemand anderem ganz und gar nicht zusagen. Und so hat diese Exemplar auch nicht sehr gut abgeschnitten. Man sieht es ihm ja auch schon im Inneren an. Fast nur mit Rum getränkter Biskuit. Also eher ein kleiner Baba au rum im rosa Zuckermantel. Der ist aber so weich, dass er gerne vom Krapferl fließt - was der Optik auch nicht immer hilft. Also nur Platz 10 von 16. Und eher ganz oben mit dabei, wenn es um den Preis pro 100 Gramm geht. Ich werde ihn bei dem einen oder anderen Kameel-Besuch aber dennoch wieder mitnehmen. So schnell trennt man sich nicht von seinen persönlichen Lieblingen.
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Fast das Gegenteil vom obigen Kandidaten stellt der Kollege von Fruth dar. Nicht falsch verstehen - aber das ist einfach kein Punschkrapfen sondern eher eine Schokoladenpraline mit Zuckerguss. Dass es Eduard Fruth hier mit seiner Kreation auch gar nicht auf das klassische Punschkrapfen-Segment abgesehen hat zeigt auch die Farbe des Zuckerguss. Auch wenn es eine rosa Variante gibt kommen sie allesamt doch in bunter Optik daher. Kein Wunder also, dass zwar geschmacklich sehr fein (wenn man eine Praline will) - aber nichts gemein mit der Vorstellung eines Punschkrapfens. Wegen der grundsätzlichen Qualität aber immerhin noch Platz 11.
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Die Konditorei Blocher mögen wir ja insbesondere wegen der Schaumrollen - hier steht ein Test noch an - bis dato aber unsere absoluten Lieblinge und die besten von Wien. Was man vom Punschkrapfen aber nicht behaupten kann. Da waren sich alle Tester einig.
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Detto auch das Aida-Exemplar. Recht glanzlos und trocken. Scheinbar braucht man auch hier Schlagobers dazu.
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Grimmig geht es weiter. Das zeigt schon ein Blick ins Innere. Schade, wo man doch von der Bäckerei Grimm sonst Besseres gewohnt ist.
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Ganz hinten im Testfeld landen die industriell gefertigten Punschkrapfen. Schon alleine die künstliche Glasur schmälert jedes Geschmackserlebnis. Während wir ab und an sogar diese Ölz-Krapfen mit nach Hause nehmen und uns billig einen Zuckerschock verpassen - erheben wir hier auch keinen besonderen Anspruch. Fast genauso, wie man sich auch an den Geschmack von Milka Schokolade, Gummibären oder Schwedenbomben gewöhnt hat und damit auch aufgewachsen ist. Preislich gesehen liegen die Krapfen aber sogar im Mittelfeld (auf 100 Gramm gesehen) - und sie sind immer und überall verfügbar. Das war dann aber schon alles.
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Auch wenn alle immer von der Qualität von Hofer schwärmen - in unseren Tests haben die Produkte noch nie gut abgeschnitten. Wie gesagt - alles Blindtests. Aber hier verkündet natürlich schon die äußere Optik, dass sich dahinter nichts Besonderes verstecken kann. Sogar als leicht bitter wurden die Krapfen beschrieben. Während man beim Punschkrapfen ohnehin schon von Resteverwertung spricht möchte man sich gar nicht vorstellen, was in der Industrie als Reste verstanden wird? Finger weg - dann lieber gleich Diät machen!

Das war das Ergebnis unserer Punschkrapfen-Vertikale. Immer wieder spannend solche Tests zu machen. Ist zwar eine Menge Aufwand (das organisieren, bewerten, verkosten, auswerten und Testergebnis schreiben - aber für unsere Freunde ist uns nichts zu schwer. Und einige haben hier ja auch tatkräftig mitgeholfen - zumindest mit ihrer Meinung. Es ist sehr anstrengend sich durch 16 picksüße rosa Krapfen zu fressen. Was man ja auch manchmal an den Gesichtern der Testern erkennen konnte.

Was sind eure Erfahrungen mit solchen Tests? Und habt ihr noch Erfahrungen die sich mit den unsrigen so gar nicht decken? Wir freuen uns auf das eine oder andere Kommentar hier oder auf unserer Facebook-Seite. Bis zum nächsten Test - und noch einen schönen Fasching!
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