Blog

Koch des Jahres 2016: Konstantin Fillippou

vergrößern
2015 05 08 fillippou 1
DESKTOP: Klick aufs Bild zeigt größere Version

Absolut verdient

Veröffentlicht am 21. September 2015 von Roman

Wir kommen ja doch so einiges rum und sind übers Jahr verteilt in einigen guten und angesagten Lokalen. Und irgendwie trifft die Koch des Jahres Auszeichnung auch immer wieder unsere Favoriten. Wie jetzt eben Konstantin Fillippou, einer unserer Kochlieblinge in Österreich. Er übernimmt den Titel von Richard Rauch, der mit seiner Schwester Sonja Rauch in Trautmannsdorf das Lokal Steirawirt führt. Das wir den Steirawirt schon lange vor seiner Auszeichnung auf unserem Radar hatten, könnt ihr hier nachstöbern ... .

Konstantin Fillippou hat sich diesen Titel wahrlich verdient. Seit 2013 führt er sein eigenes Lokal an der Dominikaner Bastei in Wien - und auch hier waren wir schon essen und haben uns von den Qualitäten überzeugen können. Spannend ist, dass das Essen und das Lokal allerdings polarisiert. Und weil wir das schon öfters in Diskussionen gehört haben, fragen wir bei Leuten immer interessiert nach, wie ihr Eindruck war. Und auch dann das Bild: die einen lieben ihn - und die anderen gehen eher skeptisch auf Distanz. Wir gehören auf jeden Fall zu den Befürwortern und und stört es auch nicht, wenn die Einrichtung eher spartanisch gehalten und das Service jugendlich frisch - aber äußerst kompetent ist. Insbesondere hört man bei den Kritikern nämlich, dass eben diese Dinge den Grund zur Kritik bei ihnen darstellen. Nachdem uns das aber egal ist (und sogar gefällt) - können wir uns auf das Essen und die Gaumenfreuden konzentrieren - und die wurden noch bei keinem einzigen Gang enttäuscht.

Bei unserem letzten Besuch haben wir auch wieder die Bekanntschaft mit den biodynamischen Orange Weinen gemacht. Von denen wir ja überhaupt nicht überzeugt sind und eher meinen, dass es eine kulinarische Sau ist, die durch das 'Dorf' getrieben wird. Wir sind uns hier nicht sicher, ob es tatsächlich die Sommeliers und Köche sind, die auf deren Geschmack setzen, oder eher die Tatsache, dass der Gast damit zu beeindrucken ist und halt wieder etwas Neues braucht (und bekommt). Unserer Meinung nach, könnte man dann auch gleich mit einer Apfelsaft-Begleitung durch den Abend gleiten - was dann aber doch deutlich günstiger käme und sicher auch nicht im Sinne der Restaurant Chefs ist. Aber trotz dieser Tatsache, hatten wir hier einen sehr genüsslichen Abend - wo man vor allem auch noch die hohe Schule des Kochens und neue Geschmäcker auf dem Teller präsentiert bekommt. Ganz anders, als bei unserem letzten Erlebnis beim Taubenkobel. Wo uns zwar auch das Essen schmeckte - aber mit Brot, Sterz und Kartoffelsuppe sich schon die Frage aufdrängt, ob man dafür bereit ist auch die verlangten Summen auf den Tisch zu legen. Beim Taubenkobel kommt ja dann noch eine überaus fragwürdige Serviceleistung hinzu.

Nun ja: auch wenn man sich von der Barbara Eselböck als Schnitzelesser bezeichnen lassen muss - so haben wir scheinbar doch auch einen ganz guten Riecher für die wirklich guten Köche in diesem Land. Und auch wenn diese nur unsere Meinung ist - hier eine kleine Auflistung unserer 3 persönlichen Highlights im letzten Jahr:

Konstantin Fillippou - Dominikanerbastei 17, 1010 Wien

Mraz und Sohn - seit Jahren unverändert super und doch abseits der Medienpräsenz - hier ein Bericht von unserem letzten Besuch. Wallensteinstraße 59, 1200 Wien

Harald Irka in der Saziani Stubn - der im übrigen auch für den Koch des Jahres 2016 nominiert war - und das sehr verdient, wovon ihr euch hier einen Eindruck machen könnt. In 8345 Straden 42.

Auch interessant

Lesen
8

18
Jun 11

Das höchste Restaurant der Welt


At.mosphere mit Dwayne Cheer und kulinarischen Genüssen weit über den Dächern von Dubai: das Lokal im 122. Stock des Burj Khalifa auf 442 Metern Höhe wurde Anfang des Jahres eröffnet und bietet ...

weiterlesen →
Lesen
Daniel vienna about header 01

15
Feb 12

Smart Luxury: Hotel Daniel in Wien


Neulich haben wir das Hotel Daniel entdeckt (durch Empfehlung) und auch gleich mal einen Lokalaugenschein vorgenommen mit einem ersten Eindruck bei einem Mittagessen. Das Gebäude nur unweit vom ...

weiterlesen →
Lesen
2007 04 06 steirereck

07
Apr 07

Das beste Restaurant der Stadt?


Man soll ja nicht vorschnell urteilen - aber nun ist es schon das dritte Mal, dass wir einen netten und kulinarischen Abend in Wiens Gourmet-Tempel Nummer 1, dem Steirereck machten. Und allehöchste ...

weiterlesen →

Gaumenreise beim Steirawirt

vergrößern
2015 09 05 steirawirt 1
DESKTOP: Klick aufs Bild zeigt größere Version

Eine kleine Weltreise mit jeder Menge Gaumenfreuden

Veröffentlicht am 05. September 2015 von Roman 3 Kommentar(e)

Den 2. Reiseteil unseres Sommerurlaubs haben wir mit einem Besuch beim Steirawirt begonnen. Und zwar mit einer Gaumenreise der besonderen Art. Wie daheim haben wir uns schon bei der Ankunft gefühlt und sind wie immer herzlich empfangen worden. Man kennt sich ja. Auch, wenn wir es nun schon seit einer geraumen Zeit leider nicht mehr hierhin geschafft haben. Und auch kulinarisch ging es gleich los. Insbesondere mit einer Menge Überraschungen. Unsere generell Wahl stand ja bereits vor der Ankunft fest. Diesmal wird nicht gekleckert. 9 Gänge sollten es werden - und damit die ganz große Gaumenreise. Inklusive Weinbegleitung. man gönnt sich ja sonst nichts Und so ging es wie erwartet mit einem Gruß aus der Küche los. Das Überraschende: hier in der Steiermark ist man freundlich und es wird ganz viel gegrüßt. Soviel, dass wir aus dem zählen gar nicht mehr herausgekommen sind und uns dann schon fragten, ob nicht der eine oder andere Gang aus unserem offiziellen Programm schon ...

Artikel lesen (897 Worte)  >>

Auch interessant

Lesen
2012 topfoodblog 01

29
Jul 12

Unsere ganz persönliche Shortlist


Die meisten haben nun wohl schon vom AMA FoodblogAward mitbekommen. Dieser startete vor rund einem Monat und es durften alle deutschsprachigen Blogs die sich mit Kochen, Lebensmittel, Genuss und ...

13 Kommentar(e) | weiterlesen →
Lesen
2005 saziani 01

13
Apr 05

Saziani tested!


Eigentlich sind wir ja ganz und gar nicht zum Testen der Saziani Stub'n nach Straden in die Steiermark gefahren. Vielmehr, um einen netten Abend mit Freunden da zu verbringen. Und weil wir dann ...

weiterlesen →
Lesen
2015 05 08 fillippou 1

21
Sep 15

Koch des Jahres 2016: Konstantin Fillippou


Wir kommen ja doch so einiges rum und sind übers Jahr verteilt in einigen guten und angesagten Lokalen. Und irgendwie trifft die Koch des Jahres Auszeichnung auch immer wieder unsere Favoriten. Wie ...

weiterlesen →

Schelato, Schelato, Schelaaatooooo

vergrößern
2015 08 04 schelato 4
DESKTOP: Klick aufs Bild zeigt größere Version

Überall gibt es neue Eisgeschäfte in der Stadt

Veröffentlicht am 12. August 2015 von Roman

Wie die Schwammerl schießen sie aus dem Boden. Es muss wohl irgendwo einen Jungunternehmer Förderkurs im vergangenem Jahr gegeben haben, der sich dieses Themas widmete - oder wie sonst erklärt man sich auf einmal diesen Trend? Vielleicht ist es aber auch die Erfolgsgeschichte der Eisgreißlerei und von Veganista - die bereits 2013 und 2014 ihre Pforten öffneten - und vor denen sich immer große Menschenansammlungen befinden. Nicht immer alleine, weil das Eis so gut ist, sondern weil man im Service doch um einiges länger benötigt als beispielsweise am Schwedenplatz - wo alles ratzfatz geht und man ein Stanzten voller Eiscreme mit den gewünschten Eissorten in der Hand hält. Aber wie kommt das? Das Schelato hat circa im April dieses Jahres in der Lerchenfelderstraße eröffnet. Spannenderweise in einem umgebauten Lokal, wo zuvor ebenfalls (ein nicht besonders gutes) Eisgeschäft war. Auch wenn man zu Beginn mit einer ziemlich schlechten Wetterphase zu kämpfen hatte, waren hier ...

Artikel lesen (1083 Worte)  >>

Auch interessant

Lesen
2015 03 14 icedream 78

11
Jun 15

Ice-Dream-Kurs


Vor ein bisserl einer Zeit waren wir Eis machen - und zwar hoch offiziell. So richtig mittendrin. Peter und Karli hatten die Idee und wir suchten nun nach einem passenden Termin für unseren Kurs. ...

weiterlesen →
Lesen
1522692 1396211777345957 6608015994865290922 o

15
Feb 15

The world needs Nata


Wien ist ja eine Hochburg der Bäckereien und Konditoreien. Und gerade deswegen vielleicht auch so empfänglich für alles möglich neue Süße. So hat sich in den vergangenen Jahren einiges in ...

weiterlesen →
Lesen
Sartori 002

10
Nov 11

Die schönsten Torten der Welt


Die Designerin Petra Bacher bringt mit aufregenden Tortenkreationen frischen Wind in die Wiener Patisserie-Szene der Spitzenklasse. „Vor einiger Zeit wollte ich für Freunde eine tolle ...

weiterlesen →

Porchetta von Porcella

vergrößern
2015 07 03 porchetta 2
DESKTOP: Klick aufs Bild zeigt größere Version

Perfekt für Feste, Parties oder größere Einladungen

Veröffentlicht am 11. August 2015 von Roman

Bei dieser Spezialität aus Mittelitalien handelt es sich um einen würzigen gerollten Schweinebraten zur praktischen Verköstigung mehrere Gäste auf Feiern und Veranstaltungen aller Art. Der Schweinebauch vom Bio-Schwein wird mit Gewürzen gefüllt, eingerollt, zusammengeschnürt und vom Fleischermeister vorgegart. Nach 2 Stunden im Ofen ist die Porchetta servierfertig

So liest sich die Anleitung auf der Webseite von Porcella - dem Biofleischlieferanten der Stadt. Für die Spezialität aus Mittelitalien wird Schweinebauch mit Gewürzen eingerieben, eingerollt, zusammengeschnürt und für mehrere Stunden im Ofen gebraten bis der italienische Schweinebraten außen herrlich knusprig und innen zart-saftig ist.

In ihrer Heimat wird die Porchetta in Scheiben geschnitten zu festlichen Anlässen aufgetischt oder in ein Panino gesteckt. Vor allem in Rom ist das Porchetta-Sandwich als Streetfood ähnlich beliebt wie Pizza.

Von Porcella oder Dottore Porchetta


Vom Porchetta-Fieber gepackt, haben sich Gregor und Miriam zurück in Wien mit Bio-Fleischermeister Roman Schober zusammengesetzt und an einer eigenen Version getüftelt. Die gemeinsam kreierte Porcella Porchetta besteht aus dem Karree und Schweinebauch mit Schwarte vom Schwäbisch Hällischen Bio-Schwein und wird mit Rosmarin, Fenchelsamen, Knoblauch, Oliven, Salz und Pfeffer gefüllt. Vom Bio-Fleischermeister vorgegart muss die Porchetta nur vor der Feier zirka zwei Stunden im Ofen fertiggebraten werden.

Wenn man sie rechtzeitig bestellt (jeweils bis Sonntag Abend), bekommt man sie am Freitag geliefert. Das hat bei uns perfekt funktioniert - allerdings muss man halt eine Woche im Vorhinein planen. Die Porcella Porchetta macht völlig unkompliziert 10-15 Personen satt. Und falls am Ende doch etwas übrig sein sollte, macht die Porchetta auch noch Tage danach Freude, aufgewärmt oder kalt zur Jause. Preis: € 2,96 / 100g, Mindesbestellmenge: 1 Stück (ca. 4,5 kg)

Wie serviert man die Porchetta?


Das beste an der Porchetta ist, dass sie sich im Ofen quasi von selbst zubereitet. Der Bio-Fleischermeister empfiehlt die vorgegarte Porchetta ca. 1,5 Stunden bei 110°C und anschließend noch 30 Minuten bei 250°C zu braten. Danach ist sie bereits servierfertig. Dazu gibt’s zwei Möglichkeiten: Entweder man serviert die Scheiben auf Tellern zum Essen mit Messer und Gabel an einer Tafel oder man legt sie zwischen zwei Scheiben Weißbrot wie z.B. Semmel, Baguette oder Ciabatta.

Die andere Alternative so eine Köstlichkeit seinen Gästen zu servieren ist sie bei Paolo (aka Dottore Porchetta) zu bestellen. Ihn haben wir beim Slow Food Corner am Karmelitermarkt bei der ersten VFQ (Vienna Foodie Quest - einer kulinarischen Rätselrallye durch Wien) kennengelernt. Auch er verwendet das Biofleisch von Porcella. Auf Wunsch kommt er auch höchstpersönlich uns serviert die Porchetta standesgemäß mit original italienischem Flair. Sicher auch in dieser Version demnächst einmal bei uns.

Wie sind auf jeden Fall von der Porchetta begeistert!

vergrößern
2015 07 03 porchetta 1
vergrößern
2015 07 03 porchetta 3
Für noch 2 Stunden im Rohr oder am Grill fertig braten. Die ersten 90 Minuten bei rund 110°C und dann noch mit Vollgas (250°C) für 30 Minuten schön knusprig grillen/braten.
vergrößern
2015 07 03 porchetta 4
vergrößern
2015 07 03 porchetta 5
vergrößern
2015 07 03 porchetta 6
Einzig und alleine die Fäden muss man ein wenig mühsam aus der fertig gebratenen Porchetta entfernen.
vergrößern
2015 07 03 porchetta 7
Saftig und voller Geschmack! Da merkt man die Biofleischqualität. Und wenn man Porcella und die Philosophie dahinter kennt, dann hat man auch kein schlechtes Gewissen beim Fleischkonsum. Da hat ein Schwein ein schönes Leben gehabt.
vergrößern
2015 07 03 porchetta 8

Auch interessant

Lesen
nesmuk_janus3_schatulle

04
Mär 11

Scharfe Sache: Nesmuk Janus


Es gibt immer eine Steigerung. Und Messer sind nicht gleich Messer. Und weil wir gerne Kochen und in der Küche schnippeln (zwar leider viel zu wenig) hat mir Richard zum Namenstag ein Nesmuk Janus ...

2 Kommentar(e) | weiterlesen →
Lesen
2013 05 07 pastateig 4

20
Mai 13

Ravioli mit Grammeln, Kräutern, Ricotta und Birnenscheiben


Tante Fanny Pasta Teig: Endlich! Fertige Teige gibt es ja viele und helfen oft in der Küche so manche Speisen einfach schneller zuzubereiten. Allen voran der Blätterteig, den heute ja wirklich nur ...

1 Kommentar(e) | weiterlesen →
Lesen
2015 06 27 321ribs 7

11
Aug 15

Das Gegenteil von 1-2-3: Spareribs vom Grill mit der 3-2-1 Methode


Schon interessant, dass es unbedingt in den USA einen wahren Kult ums hochqualitative Barbecue gibt. Sonst ja eigentlich eine Heimat von Fastfood und Convenience-Produkten kann man sich in Punkto ...

weiterlesen →

Das Gegenteil von 1-2-3: Spareribs vom Grill mit der 3-2-1 Methode

vergrößern
2015 06 27 321ribs 1
DESKTOP: Klick aufs Bild zeigt größere Version
So schöne Rippchen bekommt man bei uns wahrscheinlich nicht mal beim Fleischer des Vertrauens. Außer man kommt mit einer Vorlage und ordert auf Bestellung. Man sollte nicht vertrauen, dass sie in der Fleischtheke einfach so rumliegen und auf einen warten. Wir haben unsere bei Otto Gourmet bestellt.

Hierzulande kennt man ja meist nur das schnelle Grillen. Da wo man Barbecue dazu sagt, nimmt man es mit schnell nicht so genau.

Veröffentlicht am 11. August 2015 von Roman

Schon interessant, dass es unbedingt in den USA einen wahren Kult ums hochqualitative Barbecue gibt. Sonst ja eigentlich eine Heimat von Fastfood und Convenience-Produkten kann man sich in Punkto Fleisch und Grill noch einiges abschauen. Da wird gesmoked, gegart, gebrutzelt, mariniert und vieles mehr. Einfach immer dem perfekten Fleisch auf der Spur.

Auch wir haben unsere Spareribs in den vergangenen Jahren schon immer einer intensiveren Vorbehandlung unterzogen. Denn die Dinger sind zwar richtig geil - das Essen aber (insbesondere von zähen oder nicht ausreichend gebratenen) solcher Ribs nicht immer eine Gaumenfreude. So haben wir sie meist gut mariniert und mit reichlich Flüssigkeit im Rohr bei 120°C für 2-3 Stunden vorgegart und ihnen erst dann den schnellen knusprigen Rest am Griller verpasst. Was aber irgendwie schon den Sinn eines Grillers verfehlt. Beim Gasgrill geht das sogar noch ganz gut, weil das langwierige Aufheizen entfällt - aber bei Holzkohle braucht man viel Zeit zum Anheizen und dann hat man noch viel heiße Kohle übrig, wenn schon alles am Tisch zum Essen bereit steht.

Bei Otto Gourmet haben wir uns so richtig schöne Schweinebauch-Rippchen besorgt. Die haben mit denen aus dem Supermarkt bei uns so gar nichts gemein. Voller Fleisch und nicht so saudürre Kandidaten, wie man sie bei uns verpackt kennt. Als zweite Variante kamen dann auch noch Garimori Ibérico Costillia Bellota hinzu - die waren zwar nicht ganz so fleischig, sollen dafür aber ein schönes Eichelaroma ausweisen.

Und nun begann die Arbeit. Am Vortag wurden die Rippchen pariert und die Haut vom Knochen abgezogen. Das geht ganz gut, wenn man diese an einer Seite mit einem Messer löst und dann mit einer Küchenrolle zwischen den Fingern (sonst rutscht das ganze ziemlich) ablöst. Zuviel Fett wurde dann auch gleich noch entsorgt, da die Rippchen ohnehin sehr stark durchzogen sind.

Die Rippchen werden dann mit einer Gewürzmischung eingerieben und kommen über Nacht gut eingewickelt (damit kein Saft austreten kann) in den Kühlschrank. Unsere Gewürzmischung nannte sich Magic Dust Rub nach Mike Mills und bestand aus:
8 Esslöffel Paprika süß, 4 Esslöffel Salz, 4 Esslöffel Staubzucker, 4 Esslöffel Chilipulver, 4 Esslöffel Kreuzkümmel, 4 Esslöffel granulierter Knoblauch, 2-3 Teelöffel Senfpulver, 2-3 Teelöffel Pfeffer, schwarz, 2-3 Teelöffel Cayennepfeffer - alles gut miteinander vermengen und das leicht eingeölte Fleisch großzügig damit bestreuen/bestreichen.

3-2-1 Ribs nennt man diese Methode auch, weil sie einfacherweise einfach die Zeiteinheiten der unterschiedlichen Garschritte am Griller definieren. In der letzen Stunde werden die Rippchen dann noch glaciert - und diese Marinade kann man auch schon am Vortag zubereiten - zum Beispiel so:
250 ml Cola, 2 Esslöffel brauner Zucker, 2 Esslöffel Worcestersoße, 6 Esslöffel BBQ-Sauce selbstgemacht oder fertig, 6 Esslöffel Ketchup, 2 Esslöffel Honig oder Ahornsirup, Prise Salz, Pfeffer und nach Wunsch ein paar zerkleinerte frische Kräuter (Rosmarin, Oregano - aber nicht zuviel) - alles in einem Top für rund 40 Minuten leise einkochen lassen - abkühlen und im Kühlschrank bis zur letzten Grillphase aufbewahren.

Der Griller (wir verwenden den Weber Gasgrill Summit mit Abdeckhaube) sollte nun auf 110°C aufgeheizt werden. Die Rippchen auf einen Rippchenständer (angeblich soll sich dazu gut der Deckelhalter Variera von IKEA um ca. 5 Euro eignen - die Gumminoppen müssen allerdings vor dem ersten Einsatz unbedingt entfernt werden!) auf den Rost oder in einer entsprechend große Form stellen, eine Form gefüllt mit Wasser daneben und dann die ersten 3 Stunden so im Griller indirekt garen (also nur die Gasbrenner auf der Seite verwenden) und smoken. Dafür befüllten wir unseren vorgesehenen Behälter mit gut getränkten Holzschnipsel und zündeten den dazu notwendigen Burner an. Wer will kann die Rippchen alle Stunden zusätzlich noch gut mit Apfelsaft besprühen um ein Austrocknen zu vermeiden.

Halbzeit!


Wer jetzt schon einen ähnlichen Aufbau wie wir vorgenommen hat, der muss nun nach 3 Stunden die Pfanne mit den aufgestellten Ribs aus dem Griller heben und eine Flasche Apfelsaft in die Pfanne gießen. Die Ribs sollten die Flüssigkeit nicht berühren! Dann alles gut und dicht in Albfolie wickeln (damit kein Dampf entweichen kann) und nochmals für 2 weitere Stunden bei 150°C indirekt wieder in den Griller weiterschmurgeln (also eigentlich dämpfen) lassen.

Das Finale besteht darin, dass man die Rippchen nun aus seiner Ummantelung befreit und direkt auf den Rost legt und mit einem Mop die Glasur dünn darüber verteilt. Die hat neben der Optik nun wohl auch schon den Sinn, dass die Rippchen nicht auseinander fallen, denn durch und durch weich sind sie ja bereits, wie ihr beim Rüberheben auf den Grillrost merken werdet grin So noch eine weitere Stunde indirekt bei 140°C fertig garen/grillen und schon sind die wunderbar weichen und absolut köstlichen Ribs fertig. Wer keine Knochen mag, zieht diese einfach aus dem Fleisch heraus. Ganz easy und braucht 'nur' 6 Stunden am Griller. Achtung, wenn ihr die Wartezeit hungrig mit dem einen oder anderen Getränk vor dem Griller verbringt. Da wird man rasch angetrunken wink

vergrößern
2015 06 27 321ribs 2
vergrößern
2015 06 27 321ribs 3
vergrößern
2015 06 27 321ribs 4
Gut vorbereitet sehen die Ripperl auch schon vor den anstehenden 6-Stunden im Griller gut aus. Wer sie gleich entsprechend in einer Pfanne platziert, tut sich im Anschluss leichter mit den kommenden Schritten und muss die Rippchen möglichst wenig herumheben - was bereits nach den ersten 3 Stunden etwas problematisch werden könnte.
vergrößern
2015 06 27 321ribs 5
Die Smoking-Schnipsel sollten unbedingt für ein paar Stunden vor dem Einsatz gewässert werden, da sie sonst zu schnell verbrennen und nicht genügend Rauch abgeben. Den Drilldeckel nicht zu häufig öffnen, damit der Rauch schön im Inneren bleibt und dem Fleisch ein schönes Smoke-Aroma verpassen kann.
vergrößern
2015 06 27 321ribs 6
vergrößern
2015 06 27 321ribs
Bitte warten heißt es für einen Großteil der Grillfest. Man kann es aber auch positiv sehen: die Spareribs machen sich wunderbar quasi von alleine. Also kann man an dieser Stelle auch schon (noch nicht hungrige) Gäste einladen und mit ihnen plaudern.
vergrößern
2015 06 27 321ribs 7
vergrößern
2015 06 27 321ribs 8
vergrößern
2015 06 27 321ribs 9
Wenn der Spareribsständer schon auf feuerfesten Sockel steht, dann braucht man nun nur noch einen Liter Apfelsaft in die Pfanne gießen und alles anschließend mit 2 Lagen Alufolie gut abdecken. An den Seiten muss diese gut angedrückt und eingeschlagen werden, damit möglichst viel von dem Dampf im Inneren bleibt und die Ripperl nun für weiter 2 Stunden vor sich hin dünsten lässt.
vergrößern
2015 06 27 321ribs 10
vergrößern
2015 06 27 321ribs 11
Der echte Grillmeister hat auch die entsprechende Ausrüstung. Jetzt wird gemoppt! So nennt man bei uns das Auftragen der Glasur auf die Rippchen. Und hat definitiv nichts mit nicht mögen zu tun!
vergrößern
2015 06 27 321ribs 13
vergrößern
2015 06 27 321ribs 14
vergrößern
2015 06 27 321ribs 12
vergrößern
2015 06 27 321ribs 15
vergrößern
2015 06 27 321ribs 16
Ooooookaaaaay - alles fertig! Sehen sie nicht fabelhaft aus? Da kann man nur sagen. das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt.
vergrößern
2015 06 27 321ribs 17
vergrößern
2015 06 27 321ribs 18
vergrößern
2015 06 27 321ribs 19
Die Rippchen fallen förmlich von den Knochen und man kann sich auf den Fleischgenuss konzentrieren. Noch ein paar Grillsaucen und Beilagen dazu (sollte man unabhängig vom Griller planen, weil dieser ja besetzt ist) und das Fest kann beginnen. Diese Portion war für 6 Personen locker ausreichend ...

Auch interessant

Lesen
Ikea backkunst 006

17
Nov 10

IKEA - Homemade is best


IKEA hat mit dieser Aktion für Küchen und Zubehör den Nerv von Küchen- und Backfreunden getroffen und in eine sehr künstlerische Aufmachung verpackt. In einem 140-seitigen Buch wurden in ...

2 Kommentar(e) | weiterlesen →
Lesen
2012 08 06 tbone 1

07
Aug 12

T-Bone à la Sous-vide am Grill


In der Grillsaison wandert ja so einiges auf den Grill. Das Beste sind nun mal Steaks. Das T-Bone ist dabei eine ziemliche Herausforderung, da es durch den Knochen eine schwer abzuschätzende Garzeit ...

6 Kommentar(e) | weiterlesen →
Lesen
2005 erdapfelsalat 01

05
Aug 05

Gegrillter Kartoffelsalat


Hier einmal eine andere Art, Erdäpfel als Beilage zur Grillerei zuzubereiten. Eine raffinierte und erfrischende Ergänzung für eine nette Runde.

weiterlesen →

Kontakt & Impressum

Anschrift:

Roman Sindelar, Strozzigasse 4/22, 1080 Wien, hello@s44.at

Haftungsausschluss:

1. Inhalt des Onlineangebotes: Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

2. Verweise und Links: Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten (Links), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Der Autor erklärt hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der gelinkten/verknüpften Seiten hat der Autor keinerlei Einfluss. Deshalb distanziert er sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten/verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. Diese Feststellung gilt für alle innerhalb des eigenen Internetangebotes gesetzten Links und Verweise sowie für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Gästebüchern, Diskussionsforen und Mailinglisten. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist.

3. Urheber- und Kennzeichenrecht: Der Autor ist bestrebt, in allen Publikationen die Urheberrechte der verwendeten Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu beachten, von ihm selbst erstellte Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zu nutzen oder auf lizenzfreie Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte zurückzugreifen. Alle innerhalb des Internetangebotes genannten und ggf. durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Allein aufgrund der bloßen Nennung ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Dritter geschützt sind! Das Copyright für veröffentlichte, vom Autor selbst erstellte Objekte bleibt allein beim Autor der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.

4. Datenschutz: Sofern innerhalb des Internetangebotes die Möglichkeit zur Eingabe persönlicher oder geschäftlicher Daten (E-Mail-Adressen, Namen, Anschriften) besteht, so erfolgt die Preisgabe dieser Daten seitens des Nutzers auf ausdrücklich freiwilliger Basis. Die Inanspruchnahme und Bezahlung aller angebotenen Dienste ist – soweit technisch möglich und zumutbar – auch ohne Angabe solcher Daten bzw. unter Angabe anonymisierter Daten oder eines Pseudonyms gestattet. Die Nutzung der im Rahmen des Impressums oder vergleichbarer Angaben veröffentlichten Kontaktdaten wie Postanschriften, Telefon- und Faxnummern sowie E-Mail-Adressen durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderten Informationen ist nicht gestattet. Rechtliche Schritte gegen die Versender von so genannten Spam-Mails bei Verstößen gegen dieses Verbot sind ausdrücklich vorbehalten.

5. Rechtswirksamkeit dieses Haftungsausschlusses: Dieser Haftungsausschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokumentes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt.

6. Google Analytics: Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (»Google«) Google Analytics verwendet sog.»Cookies«, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglicht. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung diese Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten der Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.