Schelato, Schelato, Schelaaatooooo

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Überall gibt es neue Eisgeschäfte in der Stadt

Veröffentlicht am 12. August 2015 von Roman

Wie die Schwammerl schießen sie aus dem Boden. Es muss wohl irgendwo einen Jungunternehmer Förderkurs im vergangenem Jahr gegeben haben, der sich dieses Themas widmete - oder wie sonst erklärt man sich auf einmal diesen Trend? Vielleicht ist es aber auch die Erfolgsgeschichte der Eisgreißlerei und von Veganista - die bereits 2013 und 2014 ihre Pforten öffneten - und vor denen sich immer große Menschenansammlungen befinden. Nicht immer alleine, weil das Eis so gut ist, sondern weil man im Service doch um einiges länger benötigt als beispielsweise am Schwedenplatz - wo alles ratzfatz geht und man ein Stanzten voller Eiscreme mit den gewünschten Eissorten in der Hand hält. Aber wie kommt das? Das Schelato hat circa im April dieses Jahres in der Lerchenfelderstraße eröffnet. Spannenderweise in einem umgebauten Lokal, wo zuvor ebenfalls (ein nicht besonders gutes) Eisgeschäft war. Auch wenn man zu Beginn mit einer ziemlich schlechten Wetterphase zu kämpfen hatte, waren hier ...

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Wenn man mal Lust auf Fleisch hat (und Bio kurz vergisst)

Veröffentlicht am 24. July 2015 von Roman

Da ich einen Termin in der Nähe hatte und ein wenig zu früh da war, bin ich kurzerhand einmal in den Berger Fleisch Abholmarkt eingetaucht und staunte nicht schlecht. An dem Geschäft am Rennweg 56 (3. Bezirk) bin ich ja schon öfters mal mit dem Auto vorbei gefahren - aber drin war ich noch nie.

Den Berger Schinken kennt man ja ganz gut - und der schmeckt auch richtig gut. Für ganz große Fleischeslust kann man hier allerdings aus dem vollen schöpfen. Draußen weit über 30°C und innen tragen die Leute Daunenjacken. Denn hier hat es wahrscheinlich nur irgendwas zwischen 5 und 12 Grad. Was bei dem einen oder anderen Besucher in Flip Flops wohl auch für kalte Zehen gesorgt hat grin

Irgendwann muss ich hier mal so richtig zuschlagen um am Griller Fleisch pur zuzubereiten. Das schlechte Gewissen (ob der armen Viecherl die wohl alles weit abseits von Freiland- und Artgerechter Haltung ihr Leben verbrachten, muss man dann aber wohl absehen. Was schon alleine wegen der Preise so sein muss.

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Cucina Light – Essen im Fabios

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2015 04 27 fabios 1
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Das Fabios hat umgebaut und setzt wieder auf einen schöne Terrasse. Vom Trubel der Fußgängerzone ist der getaufte 'Giardino' mittels Kräutern und Zitronenbäumchen abgetrennt aber immer noch mittendrin und einem Ausblick mit allerhand zum Schauen. Bei unserer Einladung ins Fabios Ende April zum Kennenlernen der neuen Terrasse und den neuen leichten Speisenkreationen (gerade richtig für die kommenden heißen Tage) war es allerdings leider noch zu kühl, um unser Dinner mit Bloggerkollegen im Freien zu genießen. Auch, wenn sich davon die eine oder andere Prominenz nicht abschrecken lassen hat.

Das Fabios ist ja schon immer dafür bekannt, dass man hier eine Menge stadtbekannter Leute antreffen oder erspähen kann. Vom ORF Generaldirektor bis hin zum Sozialminister (Zufall?) – also quasi das Cipriani von Wien. Und den vielen Besuchern, die sich hier in die Auslage setzen, nach dem Motto: Sehen und gesehen werden. Lokalpolitik oder Lagen-'Vorteil' – man weiß es nicht genau. Und wie es bei solchen Lokalen auch ist, ist der Ruf für die Essenqualität immer so einen Sache. Freilich darf man hier nichts Schlechtes servieren – immerhin haben ja auch Prominente oder russische Besucher bisweilen das Recht auf einen guten Geschmackssinn. Aber ist es wichtiger mit viel Brimborium den Anschein von Geschmack auf den Teller zu bringen, oder wirklich innerste Überzeugung. Ein leichtes Dinner und eine solche Ausrichtung zahlt ja eher in die Richtung 'weiblicher, ewig junger Traumfigur' ein. Wie die Frau von Welt (als erfolgreiche Businesswoman oder begehrte Begleitung) halt heute aussehen muss.

Beim Dinner haben wir uns aber von einer etwas anderen Stimmung hier im Lokal überzeugen können. Fabio Giacobello ist ein Durch-und-durch-Gastronom. Er lebt Gastfreundschaft und Service auf eine ganz spezielle und sehr mediterrane Weise – so, wie wir sie ja auch von einem Italienbesuch her kennen. Und genauso leidenschaftlich geht er auch mit der Begeisterung für Speisen und Lebensmittel um. Davon konnten wir uns ein Bild machen, als wir nach seinem bevorzugten Olivenöl fragten. Kurzerhand verschwindet Fabio in der Küche und stellt und 2 Olivenölflaschen auf den Tisch. AND'OLIO und das sizilianische Castel di Lego aus der Sorte Tonda Iblea von Sebastiano Galioto - samt Schwärmerei, Geschmacksnuancen und zu welcher Art von Speisen er welches der beiden Öle bevorzugt. Wir verkosten sie und sind ebenfalls begeistert. Ob diese Leidenschaft nur für uns oder generell bei einem Besuch zu spüren ist, kann ich nicht sagen. Wir waren allerdings von dieser Hingabe angetan.

Der Küchenchef Christoph Brunnhuber führt uns kulinarisch durch den weitern Abend und serviert und einen Auszug aus der neuen Menükarte: mit Estragon marinierte grüne Bohnen und sehr aromatischen piemonteser Haselnüssen, weißer und grüner Spargel mit Stracciatella (das Innenleben der Burrata), Ravioli gefüllt mit Büffelricotta, Kräutern & Limettensauce und darüber gehobelten 36 Monate gereiften Parmiggiano, Fiori di Zucca (mit Ricotta gefüllte Zucchiniblüten frittiert auf San Marzano-Tomaten), Filetto di Tonno Crudo Tagliatto Fine auf Feigencreme sowie ein Rib Eye Steak.

Die Dessertvariation hat dann allerdings nur mehr wenig mit 'leichter Küche' zu tun. Hier wäre definitiv Verbesserungspotenzial für diesen Anspruch versteckt. Auch bei Geschmack und Raffinesse. In Summe erlebten wir einen freundlichen, stimmigen und feinen Abend mit jeder Menge Aufmerksamkeit – sozusagen mit Promistatus. Profistatus wäre es, wenn jeder Gast dieses Erlebnis geboten bekäme – wovon wir und vielleicht demnächst wieder einmal (wenn wir hier inkognito sind) überzeugen werden.

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Wirthauskultur neu interpretiert

Veröffentlicht am 24. June 2015 von Roman

Seit Dezember 2014 hat der bekannte (sowohl für Wiener als auch in vielen Reiseführern stehend) Figlmüller sein Imperium um einen neuen Standort am Lugeck erweitert. Alle Lokale sind dabei ziemlich nahe zueinander gelegen – und haben doch unterschiedliche Konzepte und auch Zielgruppen. In dem Traditionshaus am Lugeck und seiner sehr prominenten und ausgezeichneten Lage, war ja auch schon der Little Buddha Club und Sushi untergebracht. Beide Lokale konnten sich aber trotz Lage hier nicht behaupten.

Loblied auf das Lugeck – über das lebhafte multinationale Treiben am Lugeck um die Mitte des 16. Jahrhunderts berichtet Wolfgang Schmeltzl in seinem „Lobspruch auf die Stadt Wien in Österreich“:

Ans Lugeck kam ich von ungefähr,
Da gingen Kaufleut' hin und her,
In fremder Kleidung bunterlei,
Und sprachen fremde Sprachen dabei,
Ich dacht', ich wär' nach Babel kommen,
Wo Sprachenwirrniß Anfang genommen,
Und hört' ein seltsam Geträtsch, Geschrei,
Auch schöne Sprachen mancherlei.
Hebräisch, Griechisch und Lateinisch,
Deutsch, Französisch, Türkisch, Spanisch,
Böhmisch, Windisch, Italienisch,
Ungarisch, gut Niederländisch,
Natürlich Syrisch, Croatisch,
Serbisch, Polnisch und Chaldäisch.
Des Volk's war da die große Menge..


Jetzt soll zu all dem Sprachenkauderwelch sich auch wieder das Wienerische dazu mischen. Zumindest, wenn es nach den Geschwistern Figlmüller geht. „Das LUGECK soll vor allem die Wienerinnen und Wiener ansprechen und auf eine ungezwungene und bodenständige Art den Charme der alten Zeit mit Schmäh und Gastlichkeit in die Jetztzeit transportieren.“ Und weiter: „Das klare Ziel: der urtypischen Wiener Küche und der traditionellen Wirtshauskultur zu neuem Schwung und Glanz zu verhelfen. Was früher gut war mit dem was man heute mag zu vereinen.“

Um uns davon zu überzeugen, hat uns Figlmüller eingeladen und wir konnten nicht nur hier essen, sondern auch einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen werfen und in die Küche den Köchen über die Schulter schauen und sogar selbst ein wenig bei den Vorbereitungen mithelfen. Und wir haben einen sehr guten Eindruck von dem Lokal bekommen und jede Menge der Gerichte auf der Speisekarte ausprobiert (einige der Bilder zeigen kleinere Portionen als üblicherweise serviert, da wir vor allem eine Vielzahl davon verkosten wollten!). Und so haben wir uns neben dem modernerem Tatar vom Seesaibling mit Avocadocreme oder dem spontan bestellten Steak samt fachsimpeln darüber (die Jungs vom Manly Men Food Blog schreiben so darüber ...) auch noch ein paar echte Wiener Klassiker bestellt: Backhendl, Kalbsbutterschnitzel, Beuschel, Kalbsrahmgulasch und Krautfleckerl. Und zum Abschluss noch unser selbst zubereiteter Milirahmstrudel.

Alles in einer sehr guten Qualität und fein angerichtet. Apropos "fein". Die Liebe zum Detail und der Anspruch an Qualität, die kann man hier an vielen Ecken und Enden entdecken. Architektonisch 1A von den Materialien und Farbtönen hat man hier etwas geschaffen, was nur noch darauf wartet die Wirtshauspatina und damit den unvergesslichen Wiener Charme in ein paar Jahren anzunehmen. Dennoch großzügig und keineswegs schmuddelig lädt das Lokal in unterschiedlichen Bereichen zum Verweilen ein. Ob zum Stehimbiss, in einer größeren Gruppe, am kleinen Zweiertisch zur Mittagspause oder sogar mit einem eigenen Meetingraum. Alles da – und das im Herzen von Wien. Liebevoll und mit einem kleinen Augenzwinkern auch das Design von Menükarten und anderen kleinen Druckwerken. Mit netten Fotos im Vintage Stil und Sprüchen wie: Das Glück ist ein Henderl. Die Liebe zu gutem Essen kennt keinen Altersunterschied. Meinungen gehen auseinander, treffen sich aber wieder bei einem Bier. Oder: Die Seele des Wiener Wirtshauses spiegelt sich in seinen Töpfen und Pfannen.

Alles in allem ein tadelloser erster Eindruck. Hier kann man auf jeden Fall herkommen. Gut wienerisch, aber nicht verstaubt.

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Mit einer professionellen Eismaschine und der richtigen Anleitung, macht es noch mehr Spaß

Veröffentlicht am 11. June 2015 von Roman

Vor ein bisserl einer Zeit waren wir Eis machen - und zwar hoch offiziell. So richtig mittendrin. Peter und Karli hatten die Idee und wir suchten nun nach einem passenden Termin für unseren Kurs. Der Ort: die Ice Dream Factory, die als Shop-im-Shop Konzept in der Pure Living Bakery integriert ist. Deswegen ist das nette Ambiente auch schon mal gegeben. Geführt wird die Ice Dream Factory on Carsten Eickhoff, der uns auch höchstpersönlich alles Wissenswerte über die professionelle Eiszubereitung erzählte. Nach einer kurzen Theorie, entsprechender Kleidungsausrüstung und guter Handwäsche ging es dann an die Bottiche. Denn Eis haben wir gleich in großen Mengen fabriziert. Und zwar insgesamt 3 Sorten. In der Ice Dream Factory wird man bei den Eissorten kreativ, weil man vor allem die Eissorten immer noch mit etwas anderem (eine Art Topping) vermengt. Wie zum Beispiel bei Himbeer-Stracciatella mit Schokosplittern von weißer Schokolade. Die weiße Schokolade wird dann erst beim ...

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