20. May 2014
Gepostet von: Roman
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Wieder ist ein Jahr vorbei und es hat ein neues Foodcamp (bei dem sich Foodblogger aus Österreich treffen und in diversen Sessions voneinander bzw. von Partnern des Foodcamps lernen und sich austauschen) stattgefunden. Wieder liebevoll und spannend inszeniert und organisiert von unserer Dani und Nina (von The Coolinary Society), die in den letzten Jahren sehr viel für die Community hier in Wien und Österreich gemacht und organisiert haben. Mittlerweile fühlt sich das Foodcamp auch wie eine Art Klassentreffen an und viele Blogger kennen sich gegenseitig. Und so herrscht immer eine freundliche und fröhliche Stimmung - auch, wenn das Wetter diesmal draußen alles andere als freundlich war.

Aber im Palais wurde geplaudert und vorgetragen – verwurstet und geschmeckt – frittiert und getofut – geknipst und verkostet – baristert und filetiert – .... Dazu standen viele praktische und theoretische Sessions auf dem Plan und in unterschiedlichen Räumen von der Kellerküche bis zur Dachlounge zur Verfügung. Für einige (praktische) Sessions musste man sich im Vorhinein anmelden - andere konnte man einfach nach Lust und Laune aufsuchen.

Vielen Dank wieder an die Organisatoren und die Sponsoren, die diesen Event wieder ermöglicht haben und auch ein tolles Goodiebag (inklusive einer neuartigen Fritteuse von Philips namens Airfryer, die statt mit Öl mit Heißluft arbeitet) mit jeder Menge Schmankerln ermöglicht haben. Es war wieder ein Fest - und wir freuen uns auf das nächste Foodcamp 2015!

Hier findet ihr unseren Bericht vom 2. Foodcamp in Wien (2013) - und hier vom allerersten Foodcamo (2012)

Alle anderen Berichte findet ihr gesammelt auf der Foodcamp Webseite ...

Hier aber auch noch ein kleiner Linkblock mit Berichten auf anderen Blogs:
Fabian von A Boy From Stone Age
Ulrike von Cookies & Style
Barbara von Chefbabe hat eine Menge Bilder auf ihrem Blog
Sonja von Ginger In The Basement
Sassi die Zwergenprinzessin hat hier gebloggt
Und Wolfgang schreibt hier am WarmeKücheBlog über seine Erfahrung
Oder wie hier auf Tortenschlaraffenland ...

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15. May 2014
Gepostet von: Roman
Lachapelle- anzeigebildfinal1
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Ein Aufreger ist hierzulande leicht zu landen. Man nehme einen Bart, einen Pimmel oder eine Brustwarze (das funktioniert in den USA noch viiiiiieeeeel besser). Wie die Ereignisse der letzen Woche deutlich zeigen. Nach dem 'Wurstskandal' und der damit einhergehenden Illusion einer aufgeschlosseneren Welt (*ha* - auch Spindelegger gratuliert der Conchita Wurst - freilich lieber dem Herrn Künstler hinter der Kunstfigur, damit man sich die Er?/Sie?/Es?-Diskussion erspart ...) wird unsere Toleranz gleich aufs Neue auf die Probe gestellt. Da plakatiert der (böse) LifeBall doch tatsächlich ein paar Nackerte und es funktioniert schon wieder. Der Werberat wird herbeigerufen (die sind aber für Kunst & Kultur sowie für NonProfit-Organisationen nicht zuständig - für politische Werbung übrigens - leider - auch nicht!) und es rasselt Presseberichte und Beschwerden. Wie diese hier:

Wir, als Familie mit zwei Kindern sind unendlich entsetzt über das werbende Plakat dafür! Es verletzt zutiefst unsere religiösen Gefühle und ist außerdem ein Ärgernis durch die Nacktdarstellung dieses Zwitterwesens. Auch wenn dieses Plakat von einem Künstler gemacht wurde – dennoch ist es für uns ein echtes Ärgernis. Wie erklären wir das unseren Kindern? Das schränkt uns in unserer Erziehungsfreiheit enorm ein, mitfinanziert von der öffentlichen Hand.

Es ist schon unglaublich, wie man das eigene Unvermögen die Welt seinen Kindern zu erklären leicht hinter solchen Beschwerden verstecken kann. Die Antwort darauf ist aber auch wunderbar - und die will ich euch nicht vorenthalten, weil sie auch ganz und gar meiner Ansicht entspricht (Danke an den Verfasser!):

Sehr geehrte Familie … !
Zu allererst respektiere ich Ihre religiösen Gefühle. Ich bin Atheist und halte strikt auseinander, was der persönliche Glaube eines Menschen ist und welche Stellung und Aufgabe er in der Gesellschaft hat. Die beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun. Erst die Trennung dieser beiden Bereiche hat Zivilisation ermöglicht. Nur ein starkes Rechtsgebilde mit gleicher Distanz zu ALLEN Religionen garantiert, dass jeder seine Religion ausüben kann. Ich bin Demokrat und Staatsbürger einer Republik (Sache des Volkes) mit aller Kraft.

Mein Zugang ist der: es muss mir nicht gefallen, aber ich bin strikt dafür, dass so etwas gezeigt werden darf. Mir gefallen auch keine geschundenen, zermarterten Körper, die ans Kreuz genagelt wurden. Die Abbildung was Menschen einander antun können ist Kindern auch nicht leicht vermittelbar - und trotzdem hängen Millionen von Kruzifixen herum.

Was nun den Lifeball und die Abbildungen betrifft:

1.) Zwitter sagt man nicht mehr. Es ist diskriminierend. Entweder Hermaphrodit oder intersexueller Mensch

Ich glaube nicht, dass für Menschen mit dieser geschlechtlichen Ausprägung das Leben in allen Phasen und immer lustig ist und war. Sie haben Kinder und ich habe auch 2 Töchter – und ich bin froh und danke jeden Tag dafür, dass sie kerngesund sind. Umso mehr habe ich Respekt für Menschen, die mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Bedenken Sie das bitte auch, wenn Sie ihre Zeilen nochmals lesen. Ich kann das meinen Kindern erklären. Auch für den fall, dass die Intersexualität eine frei gewählte ist, glaube ich nicht, dass dieser Schritt aus einer Laune oder aus Triebhaftigkeit heraus geschieht, sondern aus Verzweiflung in dem falschen Körper zu stecken. Warum auch immer das so ist – wir haben nicht das Recht, darüber zu urteilen. Seien wir froh, dass wir diese Sorge nicht haben.

2.) Warum wir den Lifeball unterstützen?

Die Erlöse des Lifeballs gehen in die Unterstützung von HIV Bekämpfungsprogrammen. Unter welchem Elend Menschen leiden müssen, die in Afrika oder anderen armen Ländern HIV krank sind, können wir uns gar nicht vorstellen. Kindern denen die Eltern wie die Fliegen wegsterben, und und und. Wir unterstützen auch das Kinderdorf Pöttsching und eine Wohngemeinschaft für misshandelte Kinder mit namhaften Beträgen. Und auch den Lifeball, weil's auch da zu helfen gilt.

3.) Die Nacktheit

Gehen Sie durch die großen Museen der Welt: Kunsthistorisches Museum, Louvre, Prado, … und Sie werden sehen, dass es da nur so wimmelt von Abbildungen nackter Körper. Das ist Kunst – und auch die Abbildungen des Lifeball Plakats sind Kunst. Der nackte Körper – ob männlich oder weiblich – war immer ein Objekt künstlerischer Abbildung. Warum soll das jetzt nicht mehr gelten?

4.) Gott

Wenn es Gott gibt und er uns liebt, dann liebt er uns auch so, wie wir sind. Und wir sind nicht als bekleidete Menschen entstanden, sondern nackt. Wenn wir mit Nacktheit nicht umgehen können, dann liegt das im Auge des Betrachters – und damit ist es auch seine Sache.

So: ich hoffe Sie sind mit meiner Antwort zufrieden. Freuen Sie sich, dass Sie in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit leben – in der auch die Ausübung Ihrer Religion gesichert ist. In Ländern in denen die Religion den Ton angibt, gibt es diese Freiheit nicht. Die Freiheit, die Sie anderen gewähren schützt Sie selbst davor, selbst mit Unfreiheit konfrontiert zu werden.

Das alles können Sie Ihren Kindern erklären, damit Sie als Demokraten aufwachsen, die ihre Religion in Freiheit ausüben können.


Eine großartige Antwort. Vielen herzlichen Dank dafür! Aber leider auch ein Zeichen, wie wenig weit es mit der gepriesenen Toleranz in unserem Land steht. Und wir leben hier im Schlaraffenland in punkto Offenheit - um nicht zu sagen in einem Ghetto der 'Toleranz'.

 
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03. March 2014
Gepostet von: Roman
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Www-krapfen-challenge
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Auf der Suche nach dem besten Krapfen in Wien. 10 Kandidaten waren im Test - und einer ist davon ganz durchgefallen. Und das war bei weitem nicht der günstigste ...


Wir haben es wieder getan. Nichts ist vor uns sicher - und weil wir nunmal gerne unseren Senf überall dazu geben, muss man sich auch entsprechend umschauen, wenn es darum geht, eine gewisse Bandbreite möglichst opjektiv zu erhalten. Und was liegt näher, als im Fasching die allerorts angebotenen Faschingskrapfen zu testen. Und weil wir hier nicht nur unsere eigene Meinung gelten lassen, haben wir den Test gemeinsam mit Freunden gemacht. 14 Freunde haben hier in einer Blindverkostung sich der schwierigen Aufgabe gestellt, den besten Krapfen zu küren. Was gar nicht so einfach ist.

Die Bandbreite ist ein schöner Wiener Querschnitt. Von ganz billig (Hofer - no na) für nur 50 Cent pro Stück bis hin zum Luxuskrapfen um ganze Euro 2,40 (!!!!). Auf unserer Einkaufstour sind wir aber auch in ein paar Traditionshäusern abgeblitzt. Trotz Faschingshochsaison sind hier keine Krapfen zu bekommen. Unter anderem im Café Sacher, dem Café Diglas und dem Café Landtmann. Vielleicht weiß man hier, dass man sich mit Krapfen schnell die Finger verbrennen kann. Frisch sollten sie sein - und vor allem das Öl von bester Qualität. Und die Marmelade erst. Nicht zu dunkel gebacken und gerade die richtige Menge frischer und nicht verklebter Staubzucker oben drauf.

Den vermeintlichen Kaiser unter den Krapfen (von Groissböck) konnten wir leider nicht in die Testreihe mit auf nehmen. Leider liegen deren Filialen zu abseits für den Freitags Nachmittagsverkehr. Aber immerhin kamen sonst viele Kandidaten von wirklich namhaften Spezialisten auf den Testtisch. Krapfen von Demel waren mit dabei - aber auch von Gerstner, Heiner, Schwarzem Kameel, Kurkonditorei Oberlaa, Aida, ... - und vieles davon auch gut von Touristen besucht. Was insbesondere in einem Fall besonders spannend ist - deswegen erwähne ich das jetzt eigens.

Großartig das Ergebnis. Bewertet wurde mit Punkten in den Kategorien Geschmack, Optik und Marmeladenqualität. Und auch hier gibt es riesige Unterschiede. 2 Kandidaten waren leider nicht einwandfrei von der Ölqualität - einer davon sogar absolut ungenießbar. Aber seht selbst. Hier das Ergebnis von unserer Krapfenchallenge 2014:

Www-krapfen-reihung

Hier die Rangreihung nach dem Stückpreis. Bei Aida, Mann, Heiner und Felber gab es die aber im Setpreis von 5 oder 6 Stück jeweils günstiger. Aber der Preis ist ein schlechtes Kriterium für eine Reihung nach dem besten Krapfen. Insbesondere hier wird man überrascht - denn die teuersten Krapfen landen nicht unbedingt im Spitzenfeld.

2014 krapfentest 10

Die Überraschung (und Enttäuschung) der Testreihe gleich zu Beginn. Der Krapfen vom Traditionshaus fiel bei und komplett durch und wir empfanden ihn unisono als ungenießbar. Ranziger Ölgeschmack der einem sogar in die Nase stieg. Und das geht gar nicht. Wir fragen uns, wie das sein kann. Auch optisch war der Krapfen kein Bringer. In der Krapfenhochsaison so etwas den Leuten unterzujubeln ist der pure Wahnsinn. 0 Punkte von allen Testern spricht eine deutliche Sprache. Schade, wenn Touristen so etwas kredenzt bekommen und dafür auch noch 2,20 € bezahlen sollen. Dafür ist die Verpackung nett - die man aber nicht essen kann.

2014 krapfentest 09

Vielerorts hört man, dass die Aida Krapfen zu den Lieblingen gehören. Und Aida versucht sich ja auch bei der Etablierung der Krapfen abseits der Faschingssaison. Mit Champagnerkrapfen, Mohnkrapfen und Co. Auch wenn man sagen muss, dass (außer dem Demel Krapfen) alle Kandidaten ganz gut genießbar waren, ein Highlight war der Aidakrapfen aber nicht. Da waren sich alle Tester bei uns einig. Auch die Optik und die Marmelade konnten nicht überzeugen. Auch für uns selbst eine Überraschung - denn hin und wieder verspeisen wir schon einen Aidakrapfen und sind gar nicht so unzufrieden damit. Aber der Vergleich macht einen halt sicher. Nur Platz 9 für die Aida in diesem Test.

2014 krapfentest 08

Der günstigste Krapfen im Test (und der einzige Supermarktkrapfen) hatte es natürlich schwer bei der namhaften Konkurrenz. Obgleich besser als der Demelkrapfen und im Preis unschlagbar, bei uns hat er sich nicht an unseren Geschmacksknospen zu einem besseren Platz schwindeln können. Schwer nachzuvollziehen, warum Hofer immer so gerne bei den Testreihen in den Siegesrängen ist. Wir hatten da noch nie so ein Erlebnis - obwohl immer komplett neutral (Blindverkostung!) und ohne Vorurteile mitgenommen. Spannend ist, dass der Krapfen aber sehr wohl Punkte für die Optik als auch die Marmelade bekam - aber keinen einzigen Punkt im Geschmacksurteil einheimsen durfte.

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Der größte Testkandidat mit fast 10cm im Durchmesser. Hier werden die Krapfen nicht in einen Karton verpackt sondern noch klassisch auf Kartontasse und in Papier. Sieht dennoch nett aus - aber zu Hause machen sich schnell die unschönen Fettflecken bemerkbar. Das konnten die Tester allerdings nicht sehen - da ja nur die Krapfen vor ihnen landeten - ganz ohne Branding. Und obgleich recht teuer reichte es trotzdem nicht für einen besseren Platz. Aber wir reden hier schon von einem guten Mittelfeld. Immerhin konnte der Krapfen von Gerstner sehr wohl beim einen oder anderen Tester punkten - Höchstpunktezahl gab es aber nur einmal und das für die Marmelade. Insgesamt nur Platz 7

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Hier rätselten die Tester - steht S gar für S-Budget? Was niemand ahnte, dass dies der teuerste Krapfen im ganzen Test war. 2 Euro 40 (!!) - ein stolzer Preis. Erfahren haben wir in der Konditorei Sluka, dass die Marmelade von Staud kommt - und da verwundert es auch nicht, dass hier einige Punkte in dieser Kategorie vergeben wurden. Dafür fanden die Tester einhellig die Optik keinen einzigen Punkt wert. Noch ein paar Punkte für den Geschmack - nichts Außerordentliches - und daher nur der 6. Platz. (Bei unserer Punschkrapfenverkostung kam Sluka aber immerhin an die Spitzenposition.)

2014 krapfentest 05

Der optische niedlichste Krapfen - in sehr netter Verpackung (die wieder nur wir zu Gesicht bekamen) - mit 1,95 und bei nur 67mm im Durchmesser vielleicht auch bei den ganz Teuren dabei. Und auch hier haben viele Tester einen unguten ranzigen Geschmack verspürt. Dennoch gab es sogar zweimal die Höchstwertung - und damit (obgleich ihn einige gar nicht mochten und auf die Kategorie des Demel Desasters einstuften) immerhin noch den 5. Platz. Glück gehabt. (Heute haben wir übrigens vom Schwarzen Kameel 6 neue frische Krapfen als Wiedergutmachung bekommen - und die hatten zum Glück nicht dieses ranzige Ölaroma. Schade aber dennoch, dass es passierte.)

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Platz 4 geht an die Krapfen von Heiner. Ab nun tut sich auch merklich etwas auf den Punktelisten. Durchwegs gute Bewertungen - wenn auch keine Spitzennoten. Dieser Krapfen hat also wenig Schwächen - aber auch keine Herausragenden Qualitäten. Vieles ist natürlich subjektiv - und kann von Test zu Test anders ausgehen. Allerdings sind 15 Leute immerhin schon ein ganz guter Querschnitt, wo gewisse Spitzen oder Geschmacks-Befindlichkeiten ganz gut korrigiert werden.

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Überraschend, dass hier der Felber an den Traditionshäusern vorbei gezogen ist. Und in/vor einigen Filialen werden die Krapfen auch laufend frisch gemacht. Und da Frische bei den Krapfen so wichtig ist, hat wohl auch der Felber einen guten Punkt damit gelandet. Top Bewertungen im Geschmack - aber auch bei der Optik und der Qualität der Marmelade. Ein Überraschungskandidat unter den Top 3.

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Die einzige Qualitätskonditorei die es in die Top-Ränge geschafft hat, ist die Kurkonditorei Oberlaa. Und auch beim Punschkrapfen-Test waren sie auf den besten Plätzen vertreten. Hier kann man scheinbar nichts falsch machen und es ist kein Wunder, dass dies ein Erfolgsrezept ist. Der Punktezettel wurde fast schon zu eng und in allen Kategorien gab es jede Menge Punkte - oft auch die Höchstnote. Und somit den 2. Platz.

2014 krapfentest 01

Der absolute Überraschungssieger war aber der Krapfen von Mann. Sieben Mal Höchstbewertung im Geschmack. Etwas weniger aber immer noch sehr gut in der Optik. Und wieder sehr hohe Noten für die Marmelade - und damit der eindeutige Sieger in unserem Test. Und mit der Aktion 5 zum Preis von 4 bekommt man morgen am Faschingsdienstag für nur knapp 90 Cent die besten Krapfen. Ein verdienter erster Platz. Herzlichen Glückwunsch von uns!

 

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16. February 2014
Gepostet von: Roman
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2014 suessi 6
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2014 suessi 7


Gestern habe ich mit Ivy eine schöne große Runde durch Wiens Bezirke gemacht und bin dabei vom 8. bis zum 4. Bezirk mäandert. Schön, was man da so alles entdeckt. Und weil ich durch die vielen netten Entdeckungen (Wien hat schon einiges zu bieten) dann auch in Kauflaune war - dachte ich mir, dass ich doch mal etwas Süßes aus dem Thésalon Süssi in der Operngasse zur Jause mit nach Hause nehme. Also rein in den kleinen Laden, wo vor der Theke kaum 2-3 Personen gleichzeitig Platz finden. Dafür fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Dass es (durch einen Vorhang verdeckt) dann noch in ein kleines barockes Tee-Stübchen geht, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ist rein optisch auch nicht mein Fall - was mir aber egal war, da ich ja ohnehin nur etwas mitnehmen wollte.

Die Auslage war ja schon sehr vielversprechend - viele fruchtige Tartelettes, Schaumröllchen und Crèmes lachten einem entgegen. Im Inneren war ich dann erstaunt, dass scheinbar noch viel mehr süße 'Leckereien' darauf warteten verputzt zu werden. Schaumröllchen überall in kleinen Glasdöschen, Punschkrapfen in Hülle und Fülle und jede Menge Crème-Desserts. Da lacht das Herz des Süßigkeitenliebhabers. Der Name Süssi scheint einem da nur sehr recht zu sein. Etwas ernüchternd die (deutsche) Bedienung mit französischem Outfit und irischem Charme (nämlich keinem!).

Auf die Frage, ob sich die diversen Tartes mit unterschiedlichem Obst darauf auch unterhalb geschmacklich unterscheiden bekam ich nur einen fragenden Blick. Nach nochmaligen Nachfragen dann die Antwort - dass überall drunter Schokotarte ist und nur das Obst oben drauf den Unterschied darstelle. Na egal: "einmal Himbeere (Framboise) und einmal Heidelbeere, bitte!" - "Heidelbeere?" Ein Fingerzeig meinerseits brachte dann Licht in die Auswahl. "Ah, Blaubeere ...". Tja - in die Operngasse in Wien hat sich das Wort Heidelbeere scheinbar noch nie verirrt. Noch bin ich aber guten Mutes und nehme noch ein paar Schaumrollen und zwei Punschkrapfen zum Verkosten mit (hier haben wir ja unsere Punschkrapfenvertikale vergangenes Jahr gemacht - und ich bin immer noch auf der Ausschau, ob hier jemand den Sieger von der Konditorei Sluka vom Sockel stoßen kann. Völlig charmebefreit und für fast 18 Euro bekomme ich dann meine 2 Plastiksackerl (und ich denke mir: naja, 2 Früchtetartes möchte ich nicht unbedingt hochkant transportieren). Zum Glück habe ich noch ein größeres Sackerl mit dabei, wo ich die Sachen ganz gut verstauen kann.

Zuhause angekommen nehme ich dann die Dinge aus den Plastiktüten (um auch dem geehrten deutschen Leser zu sagen, was wir hier unter Sackerl verstehen - komisch, die Autokorrektur macht aus 'Sackerl' immer 'Saukerl' grin) und wundere mich, dass man so Fruchtiges in Papierservietten einwickelt. Erinnert mich an das Pausenbrot, das Mutti damals schon immer gerne in Servietten einwickelte, die dann immer schön am Brot picken blieben. Und da bin ich gar kein Freund davon ...

Aber alles hat dennoch ganz gut den Weg nach Hause überstanden - und wurde von mir dann auch gleich fotografisch festgehalten. Das Obst auf den (saftelnden und pickigen) Tartes hat mich dann aber schon gleich verwirrt. Sieht mir irgendwie nach mit Sirup überzogenem Tiefkühlobst aus. Einen sehr frischen Eindruck hinterlassen sie auf jeden Fall nicht. Und am meisten hat mich das Punschkrapferl irritiert. Ein Déja vu: haben nicht die Punschkrapfen von Hofer bei unserem Test vor einem Jahr so ähnlich ausgesehen (siehe auch letztes Bild anbei)? Man wird hier doch nicht dieses billige Klumpert (Mist, auf gut deutsch) einfach nehmen und mit einer Beere 'verziert' hier verkaufen? Und wie auch immer - selbst wenn es nicht von Hofer ist, scheint es vom Geschmack und der (Glasur-)Optik eher ein Teil Industrieware zu sein, das noch dazu dann nicht mal 'frisch' war (und schmeckte). So eine Enttäuschung! Was bedeutet das für die Obst-Schoko-Tartes?

Und hier zieht sich mein Eindruck (leider) weiter. Der Teig (viel zu dick) ist trocken und schmeckt mehr wie ein Hefeteig (als ein mürber Mürbteig) - die Schokolade (laut Süssi Webseite verwendet man hier nur feinste französische Schokolade) - schmeckt furchtbar - da kann die Manner Kochschokolade geschmacklich mehr. Und das Obst (wirkt nicht frisch) rettet das ganze auch nicht. Bleiben noch die Schaumrollen (und auch hier haben wir ja unsere persönliche Referenz!): Naja - sehen irgendwie 'selbstgemacht' aus. Aber geschmacklich sind sie kein Highlight.

Fazit: es wandern nach dem Kosten und Fotografieren fast 18 Euro in unseren Mistkübel! Nur ein süßer schlechter Nachgeschmack bleibt bestehen. Jetzt brauche ich dringend etwas zum Neutralisieren. Ist das nur mein Erlebnis und habe ich einfach Pech gehabt. Hat mich interessiert - und so habe ich Google befragt. Hier werden einige Rezensionen auf Yelp, TripAdvisor und Co ausgespuckt. Und es ergibt sich ein höchst ambivalentes Bild. Einige gaaaaanz schlechte Bewertungen - vom Schimmel bis zur Unfreundlichkeit - bestätigen meinen Eindruck. Und dann gibt es noch die üblichen 5-Sterne Lobeshymnen - derer ich ohnehin auf solchen Plattformen immer sehr kritisch gegenüber stehe. Wenn Leute (einige davon leider kritiklos und gerne auch ohne Geschmackssinn) in Urlaubsstimmung sich von Äußerlichkeiten hinreißen lassen (so etwas kann einem selbst auch schon mal in der Urlaubs- und Entdeckereuphorie passieren ...) - was soll man dann davon schon erwarten. Da kenne ich ganze Webseiten/Blogs, die nur höchst positiv von einer Erfahrung in die andere fallen und alles uuuuur super finden!

Noch ein Blick auf die Süssi Webseite rundet dann meinen Eindruck allerdings ab: Auf der Homepage findet man bereits in der ersten Überschrift einen (Tipp-)Fehler. Und auch sonst schafft man es kaum mit (fehlerfreien) Texten den rein netten optischen Eindruck der Süssi-Theke widerzuspiegeln. Und es zieht sich bis zur falsch verlinkten Facebook-Seite weiter. Für uns ist Süssi Geschichte. (Schwülstige) Optik mit French-Touch und Angebotsopulenz reicht uns einfach nicht. Da ist uns weniger bei weitem lieber ... au revoir!

 
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09. February 2014
Gepostet von: Roman
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Am Getreidemarkt hat ein kleiner Laden geöffnet mit lustigen Design und (vorwiegend) Lebensmittel drin. So kann man hier neben Wein, Kürbiskernen mit Chili auch zum Beispiel diesen Honig in Tuben erwerben. Also hat es mich gleich hineingezogen und mit ein wenig mit dem Typen hintern Tresen unterhalten. Bei diesem kleinen Store handelt es sich um ein Konzept, welches schon bald in einem größeren Stil auf die Mariahilfer Straße portiert werden soll. Auf mehr Fläche will man neben eigenen Produkten und Tests (inklusive den dazugehörigen Design) auch anderen Labels einen Ort zum Experimentieren und Erfahrung sammeln anbieten. Und mit diesen Erfahrungen will man dann auch Kunden der im Hintergrund agierenden kleinen Agentur von neuen Produktkonzepten überzeugen.

Mal sehen wie es ankommt - und ob so ein flexibles, immer wieder wechselndes Storekonzept auch eine treue Kundschaft anzieht. Bis Ende Februar soll der kleine Laden am Getreidemarkt 13 noch geöffnet sein - und es soll auch noch einige Verkostungen hier geben. Wer also Lust auf Neues, Frisches und Ungewöhnliches hat - ist hier doch richtig aufgehoben. Hier auf deren Webseite könnt ihr alles über die Philosophie dahinter erfahren ...

 
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