Christoph Schlingensief ist heute verstorben. Der Regisseur, der vor allem durch seine unkonventionelle Art in Berlin und Wien aufgefallen ist und damit immer wieder der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten hat, ist nicht mehr.
In dem YouTube Clip eine legendäre Begegnung zwischen dem jungen Schlingensief und Harald Schmidt. Einfach nur sehenswert.
Und hier noch ein Auszug aus GQ Gentlemen's Quarterly - das Intro zum Interview (sehr lesenswert):
Obwohl die wenigsten seine Stücke kennen, beschäftigt er sie mit seinen fernsehgerechten Provokationen. Und mit seinem Lebensdrama: Er ist schwer krank. Und dabei schwer lebendig. Kein Requiem
Ein silbernes Kruzifix, Dutzende Türmchen von Medikamentenschachteln, eine Zeichnung, auf der ein Hahn einen Hasen rammelt, eine afrikanische Hasenmaske, ein Kissen auf dem Boden – die Wohnung von Christoph Schlingensief, 49, in Berlin. Auf das Kissen setzt er sich, schwer atmend. Bekanntermaßen hat Schlingensief Krebs. Und nur noch einen Lungenflügel. Was er außerdem nicht hat: Zeit zu sterben. Er baut in Burkina Faso ein Operndorf mit Festspielhaus, gerade tourt er mit seiner Afrika-Oper „Via Intolleranza II“ durch Europa. Brüssel, Hamburg, München, Wien. Er selbst dabei tanzend, referierend, schreiend auf der Bühne, demnächst eine Oper in Berlin, dann die Gestaltung des deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig. Und das alles wie immer: umstritten. 2014 folgt Wagners „Tristan und Isolde“. „2014“, sagt er und guckt in die Luft. „Das ist noch verdammt lang hin.“ (Das Interview dazu findet man hier in kompletter Länge)
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