
Ein neuer Schokoladenimport hat das Zeug dazu ein wenig mehr Aufregung in den Schokoladenschmelztigel der Wiener zu bringen.
Noch ist alles sehr experimentell - aber es ist schon sehr bewundernswert, wie diese relativ kleine Lofer Confiserie seit10 Jahren konsequent feinste Schokoladen kultiviert. Normalerweise starten ja Erfolgsgeschichten eher in der Elektronikbranche in Garagen - aber es geht auch feinsinniger. Im Fall von Hubert Berger diente die elterliche Garage in Lofer als erste Produktions- und Verkaufsstätte für seine Pralinen und Kunstwerke aus Schokolade. Gemeinsam mit Ehefrau Christine begann er dort vor elf Jahren, seinen Traum zu verwirklichen und seine eigene Confiserie zu eröffnen. Eine absolute Neuigkeit im kleinen Pinzgauer Ort.
'Es sind damals sogar Leute gekommen, die sich die Haare schneiden lassen wollten. Die haben geglaubt, wir sind ein Coiffeur', erinnert sich Christine Berger. Bald aber war nicht nur allen Ortsansässigen klar, dass aus Bergers Garage weder der Geruch von Diesel noch Haarspray kam, sondern der süße Duft von Schokolade. Zwei Jahre lang werkte der gelernte Konditor Hubert Berger halbtags in Bad Reichenhall und am Wochenende in seiner Garage. Eine einzige Helferin stand dem Paar zur Seite - 'und meine Mama'.
Standhaft widerstehen will er der Versuchung, zu kommerziell zu werden. 'Ich will keine Massenware machen', sagt er. Nur in wenigen ausgesuchten Geschäften, etwa dem Meinl am Graben in Wien, ist Berger-Konfekt derzeit außerhalb Salzburgs erhältlich oder bei Pöhl am Nachmarkt finden die handgeschöpften Schokoladen den passenden Rahmen. Für Christine Berger steht fest: 'Wir haben eine wunderschöne Arbeit. Mit Schokolade machst du die Leute glücklich.' Erst recht, wenn das Wetter schlecht ist.
Die Schokoladen gibt es in einer großen Auswahl und schon alleine die Verpackung bis hin zum Schokodesign sind von bester Qualität. Ähnliches lässt sich auch über die Schokoladen selbst berichten. Ob mit Ingwer, Zartbitter oder die wunderbar rosa Erdbeer-Schokolade - alle sind sie handgeschöpft, zart schmelzend, äußerst fein im Geschmack und mit Liebe hergestellt. (Auszüge Interview: Salzburger Nachrichten)
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