
Neulich beim Sodoma in Tulln haben wir wieder etwas Neues kennengelernt. Also ganz so neu war es ja wieder gar nicht - aber es hat doch zu einigen spaßigen Diskussionen geführt.
Als Beilage zum Fleischgang gab es seltsam anmutende gelbe Früchte, die einen sehr feinen und guten Geschmack verströmten. Ausgesehen haben sie wie Marillen (allerdings ein wenig härter) - das Aroma leicht säuerlich - eben eine perfekte Ergänzung zu Risotto und dunklem Fleisch.
Auf die Frage nach dem Namen dieser seltsamen Frucht wurde uns genannt, dass es sich hier um Mispeln handelt. Genau dies hat aber zu einiger Verwunderung beigetragen, da doch Mispeln nach einhelliger Meinung kleiner, bräuner und von anderer Konsistenz wären.
Auch, als man uns die Packung zeigte (auf der nur die spanischen Namen - so etwas wie 'Nespolas' - standen) ließen wir uns nicht vollkommen überzeugen. Auch wenn und beteuert wurde, dass es sich hierbei auch wirklich um Mispeln handeln solle.
Jedenfalls haben wir diesen Samstag beim Meinl am Graben den Beweis fotografisch für alle Interessierten festgehalten. Sie sehen aus wie kleine Aprikosen, haben eine glatte, an manchen Stellen pelzige Haut, die man leicht abschälen kann und schmecken roh und gekocht fantastisch!
Noch ein paar wissenswerte Dinge über Mispeln:
Die Mispel, ein Strauch oder kleiner Baum, ist ein Rosengewächs und wird dem Steinobst zugerechnet. Sie ist in Asien heimisch und wurde wahrscheinlich schon von den Kulturvölkern Kleinasiens und Persiens angebaut. In Europa waren es zuerst die alten Römer und Griechen, die Mispeln kultivierten. Noch heute wachsen wilde oder verwilderte Mispeln in vielen europäischen Wäldern. Die Mispeln in Ihrer Obst-Kiste stammen aus Spanien, häufig sind sie aber auch in Italien zu finden.
Die Spanier nennen diese Frucht übrigens auch 'Reina de la Primavera' - Königin des Frühlings.
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Kommentare zu diesem Beitrag:
Hallo, mir stellte sich dieselbe Frage. Die Antwort ist, nein, diese Früchte gehören nicht zur Gattung der Mispeln. Mehr bei Wikipedia unter "Japanische Wollmispel". Sehr lecker sind sie...
Von Gast (Webpage) am 11 May 2011
Es handelt sich bei den Früchten um Nispeln.
Von Maria Weber (Webpage) am 12 May 2011